Das Gebäude-Ensemble in der Woelckestraße ist denkmalgeschützt. Ein Aufgang stand jedoch viele Jahre leer. Imago/

Wenn Sie öfter mal in der Gegend um den Weißen See spazieren gehen, haben Sie es bestimmt schon einmal gesehen: Das denkmalgeschützte Geisterhaus in der Woelckpromenade 7. Seit Jahren ist es unbewohnt und das fällt auf, denn die Nachbarhäuser, die zum gleichen Gebäude-Ensemble gehören, sind nicht nur deutlich besser in Schuss. In ihren Fenstern brennt auch Licht. Das soll nun bald auch wieder bei Hausnummer 7 der Fall sein.

Geisterhaus von Weißensee: Hier wurde „Babylon Berlin“ gedreht

Das Haus in der Woelckpromenade 7 hatte den Ruf als Geisterhaus. Zuletzt wurde es häufig als Kulisse für Film-Arbeiten genutzt. Die Serie „Babylon Berlin“ mit Liv Lisa Fries wurde ebenfalls teilweise dort gedreht. Doch nun soll es wieder bewohnt werden, wie aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion in der BVV Pankow hervorgeht.

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Demnach sei die Eigentümerin, die das Geisterhaus Anfang 2020 übernommen hatte, unter Fristsetzung und Androhung von Zwangsgeld vom Bezirksamt aufgefordert worden, die Wohnungen wieder Wohnzwecken zuzuführen, hieß es in einer von Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) unterzeichneten Antwort.

Das Geisterhaus in Weißensee ist schon länger Thema

Vor gut drei Jahren prüfte der Bezirk erstmals den Fall des Hauses, nachdem Anwohner sich erkundigten, warum das Haus denn eigentlich leer stünde. Seither war das Haus immer mal wieder Thema in der BVV, wie mehrere Anfragen zeigen. Nun gibt es ein Ergebnis.

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Nun, so heißt es, sei am 3. November ein Bauantrag genehmigt worden, laut dem alle Wohnungen saniert und das Dach zu Wohnzwecken ausgebaut werden soll. Weißensees SPD-Vorsitzender Georg Heyn erklärte dazu: „Die SPD Weißensee fordert die Eigentümerin daher auf, nun nach Erteilung der Baugenehmigung die Baumaßnahmen zügig zu beginnen und den jahrelangen Leerstand endlich zu beenden.“ Das Haus dürfe nicht länger als Filmkulisse dienen, da auch in in Weißensee Wohnraum „knapp und ein kostbares Gut“ sei.

Sieht so aus, als würde in das Geisterhaus von Weißensee bald wieder Leben einziehen.