Der Winter kommt zurück

Glatteis-Alarm im Osten mit Regen, dann Schnee und Sturm obendrauf

Der Osten steht vor einer Wetter-Achterbahn. Atlantische Tiefausläufer drücken feuchte, milde Luft ins Land, im Nordosten hält sich hartnäckig die Kaltluft.

Author - Stefan Tappert
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Viele Menschen müssen in den nächsten Tagen ihr Auto wieder freikratzen.
Viele Menschen müssen in den nächsten Tagen ihr Auto wieder freikratzen.Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung

Gefrierender Regen, Schnee, Glatteis und stürmische Böen. Zwischen Ostsee und Ostsachsen heißt es als wieder, abssolute Vorsicht auf Straßen und Wegen. Der Winter will nicht gehen. Nein, er klopft sogar nochmal laut an.

Gefrierender Regen im Nordosten erzeugt akute Glatteisgefahr

Besonders brisant wird es von Schleswig-Holstein über Mecklenburg-Vorpommern bis in die Uckermark. Dort trifft Regen auf eine eiskalte Bodenschicht – und verwandelt Straßen und Gehwege in spiegelglatte Rutschbahnen.

Auch rund um Rügen und nahe der dänischen Grenze fällt zeitweise Schnee, wenige Zentimeter Neuschnee sind möglich. In Vorpommern und im Osten Schleswig-Holsteins drohen in den Nächten vereinzelt Frostwerte bis -1 Grad.

Das heißt konkret, dass sich gefrierender Regen wieder mit Schnee mischt und so einem neuen Glatteis Tür und Tor öffnet. Autofahrer und Pendler wird diese Nachricht des Deutschen Wetterdienstes besonders freuen.

Auch der Alexanderplatz ist noch voller Schnee - und der Winter könnte noch eine Weile bleiben.
Auch der Alexanderplatz ist noch voller Schnee - und der Winter könnte noch eine Weile bleiben.Fabian Sommer/dpa

Böhmischer Wind trifft Ostsachsen

In Ostsachsen macht zusätzlich der sogenannte „Böhmische Wind“ Druck. Hier sind steife Böen bis 70 km/h möglich. Während im Südwesten Deutschlands schwere Sturmböen über die Gipfel fegen, bleibt es im Osten zwar weniger dramatisch, aber spürbar windig, besonders in freien Lagen.

Dauerregen im Rest des Landes hat Auswirkungen bis in den Osten

Während der Nordosten friert, kämpft der Süden und Westen mit Dauerregen und Tauwetter. Vor allem im Schwarzwald und Allgäu kommen enorme Regenmengen zusammen. Bis zu 80 Liter pro Quadratmeter werden in nur zwei Tagen erwartet.

Für den Osten bedeutet das nichts Gutes.
Immer wieder schiebt das Tief neue Niederschläge heran. In Mecklenburg-Vorpommern kann es tagsüber weiterhin zwischen Regen, Schnee und gefrierendem Regen wechseln. Die Temperaturen pendeln dabei nur knapp über dem Gefrierpunkt Im Norden auf Rügen sind es teils nur +1 Grad.

Temperaturen bleiben eiskalt im Norden, mild im Süden

Ein extremer Kontrast zieht sich durch das Land.
Im Nordosten zeigt das Thermometer um 0 Grad, lokal Frost. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es teils Schnee oder Eisregen dazu.
Der Osten bleibt insgesamt deutlich kühler und vor allem rutschiger. Krasser Kontrast dazu im Süden. Dort werden frühlingshafte +14 Grad erwartet

Bei der S-Bahn kommt es zu mehreren Störungen durch die Witterungsbedingungen.
Bei der S-Bahn kommt es zu mehreren Störungen durch die Witterungsbedingungen.photothek/IMAGO

Der Schnee kehrt zurück

Die kommenden Tage bleiben absolut ungemütlich. 

Donnerstag: Weiter Schnee im Nordosten, vor allem von Schleswig-Holstein bis ins nördliche Vorpommern,

Freitag: Im Norden und Nordosten verbreitet Schnee, Glättegefahr bleibt hoch.

Samstag: Vor allem im Osten weitere Schneefälle, teils bis in tiefe Lagen.

Sonntag: Die Schneefälle ziehen sich nach Sachsen und in den Südosten zurück. Danach folgen wieder klare Nächte mit teils strengem Frost bis -9 Grad!

Der Winter lässt nicht locker

Der Osten bekommt eine volle Winterpackung mit Eis, Schnee und Wind. Wer raus muss, sollte schon wieder mehr Zeit einplanen und besser zweimal auf den Wetterbericht schauen. Die Pendler wird es „freuen“, denn schon im Januar und Anfang Februar war die Ausfallquote von S-Bahnen und Regionalbahnen durch Eisregen und Co. extrem hoch.

Der Winter ist zurück und meint es ernst.

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