Es wird noch einige Wochen dauern, bis alles wieder reibungslos funktioniert. Auf Fahrgäste kommt weiter Stress zu. Wegen eines mutmaßlichen Brandanschlags an Silvester halten die Einschränkungen am S-Bahnhof in Wedding weiter an.
Sie werden noch bis mindestens Anfang Februar andauern. Bis dahin halten die Linien der Ringbahn nicht am Bahnhof, wie die Bahn mitteilte.
Bahn geht von Brandstiftung als Grund für den Ausfall aus
Fahrgäste vom und zum Gesundbrunnen sowie Westhafen sind daher weiterhin auf den Ersatzverkehr mit Bussen angewiesen. Unterbrochen ist die Ringbahn nicht – sie hält nur nicht am Bahnhof Wedding.
Der #Ersatzverkehr zwischen den Bahnhöfen #Gesundbrunnen und #Wedding wird zu Donnerstag, 15. Januar eingestellt. Reisende zum Bahnhof Wedding können die nahezu parallel verkehrenden Buslinien der BVG (Bus 247, M27) sowie mit Umstieg die U-Bahnlinien U6, U8 und U9 nutzen.
— Verkehrsinformationszentrale Berlin (@vizberlin.bsky.social) 13. Januar 2026 um 13:41
Seit der Silvesternacht ist der Ringbahnverkehr zwischen Gesundbrunnen und Westhafen aufgrund eines Brandes im Bahnhof Wedding unterbrochen. Auf der Linie S8 fallen die Halte in Mühlenbeck-Mönchmühle aus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet. Die Bahn geht von Brandstiftung aus.
Nach einem Bericht der „B.Z.“ gab es außerdem am frühen Morgen einen tödlichen Unfall am S-Bahnhof Jungfernheide. Demnach stürzte ein betrunkener Mann auf die Gleise und wurde von einem ICE angefahren und tödlich verletzt.
Statische Prüfung soll Sicherheit gewährleisten
Bevor der Bahnverkehr aber wieder rollt, soll eine statische Prüfung zeigen, in welchem Zustand die tragenden Teile der Dachkonstruktion sind und ob weitere Sicherungsarbeiten nötig sind. Erst dann können Fahrgäste den Bahnhof wieder nutzen.
Auf der Ringbahn befinden sich die Haltestellen hier: Gesundbrunnen: Hanne-Sobek-Platz (wie Bus 247, N8); Wedding: Müllerstraße (wie Bus 120, N6, N20); Westhafen: Putlitzbrücke (wie Bus N9).
Schaden liegt bei rund 300.000 Euro
„Das Bahnsteigdach, das ehemalige Aufsichtsgebäude, Beleuchtungs-, Beschallungs- sowie weitere elektrische und telekommunikative Anlagen wurden zum Teil zerstört“, hieß es von der Bahn. Der Schaden dürfte nach Unternehmensangaben bei rund 300.000 Euro liegen.
Bis Anfang Februar sollen nun provisorische Technik- und Beleuchtungsanlagen eingebaut werden. Außerdem müssten beschädigte Bauteile gesichert und verunreinigte Flächen gesäubert werden. Der vorgesehene Zeitplan sei auch abhängig von der Witterung hieß es. Es kann sich also alles noch weiter verschieben.


