Da steht sie nun, die 21 ... Vor der Treskowallee kommt es im abendlichen Berufsverkehr immer wieder zum Stau in der Ehrlichstraße. Foto: Gerd Engelsmann

Es ist nun einmal verboten, dass eine Straßenbahn Stau-Autos vor sich einfach wegschiebt. Deshalb bleibt die Linie 21 immer wieder stecken, zum Ärger der Fahrgäste und der BVG. In den vergangenen Wochen musste die Linie, die eigentlich die Bahnhöfe Lichtenberg und Schöneweide verbindet, mehrmals verkürzt werden. Zwischen Blockdammweg und Schöneweide fuhr dann nichts.

Es ist der abendliche Stau in der Karlshorster Ehrlichstraße in Richtung Treskowallee. Dort teilen sich Straßenbahn, Autos und Lastwagen die Fahrbahn. In der Zeit etwa von 16.30 bis 19.30 Uhr bewegt sich die Schlange kaum ostwärts, bis zu 40 Minuten Verspätung hat die 21 in der Folge. Weil dann der Fahrplan auch in der Gegenrichtung nicht mehr ansatzweise eingehalten werden kann, lässt die BVG die Linie am Blockdammweg häufig vor der Ehrlichstraße enden.

So war es an den Tagen vom 25. bis 29. Oktober, am 1., 3., 4. und 11. November, wie die BVG am vergangenen Freitag mitteilte. 

Die BVG nennt zwei Gründe für den Stau, der auch vom Fahrgastverband Igeb kritisiert wird.

Einmal seien es die Ampeln an der Einmündung der Ehrlichstraße in die Treskowallee und am S-Bahnhof Karlshorst, deren Schaltung verhindere, dass im Berufsverkehr mehr Autos aus der Ehrlichstraße herauskommen und den Weg der Straßenbahn freimachen. Hier drängt die BVG darauf, dass die Grünphasen der Ampeln je nach Verkehrsaufkommen geschaltet werden.  

Der zweite Grund: Viele Autofahrer weichen auf die Ehrlichstraße aus, weil – voraussichtlich bis Ende Januar –die Rummelsburger Landstraße wegen Bauarbeiten auf eine Spur pro Richtung eingeengt ist und deshalb ebenfalls eine Staufalle bildet.