Auch an Ticketautomaten soll es das 9-Euro-Ticket zu kaufen geben. imago

Zunächst herrschte große Verwirrung: BVG und S-Bahn waren von der Ankündigung der Bundesregierung überrascht, und zwischenzeitlich wurden widersprüchliche Informationen zum 9-Euro-Ticket veröffentlicht. Ab wann gilt es, wo gibt es das stark vergünstigte Flatrate-Angebot? Nun hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bekanntgegeben, wie es um die Einführung des 9-Euro-Tickets steht.

Geplanter Starttermin ist nunmehr der 1. Juni. Zuvor hatte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums einen Starttermin zum 1. Mai genannt und damit für Kopfschütteln bei Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe gesorgt, die das Vorhaben des 9-Euro-Tickets in die Tat umsetzen müssen.

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Hier gibt es das 9-Euro-Ticket des VBB

Verkaufen wird der VBB das Ticket sowohl digital über die Apps der Verkehrsunternehmen als auch in klassischer Form am Automaten und in Verkaufsstellen. Vorgesehen ist, dass es bei den Verkehrsunternehmen im Verbund gekauft werden kann, in Berlin beispielsweise bei der BVG und der S-Bahn Berlin, in Brandenburg bei den örtlichen Nahverkehrsanbietern.

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Der Verkauf der Tickets, die für 9 Euro pro Monat für einen Zeitraum von 90 Tagen zu haben sein sollen, könne sehr schnell beginnen, sobald letzte Details durch Bund und Länder geklärt seien. Einen genauen Starttermin nannte der VBB allerdings noch nicht.

Erhebliche Kosten durch 9-Euro-Ticket: Insider erwarten steigende Ticketpreise

„In den Unternehmen und im Verbund laufen dafür die Vorbereitungen auf Hochtouren“, so der VBB. Das Interesse sei bereits jetzt groß, wie Anfragen beim VBB und den beteiligten Unternehmen zeigten. Das 9-Euro-Ticket war von der Bundesregierung als Teil des zweiten Energie-Entlastungspaketes beschlossen worden. Das Angebot soll zum einen bestehende Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs entlasten, andererseits Neukunden anlocken, denen beispielsweise die gestiegenen Benzinkosten schwer zu schaffen machen.

Das Vorhaben hat allerdings nicht nur Befürworter. Es verursacht erhebliche Kosten, die die Verkehrsunternehmen an anderer Stelle wieder erwirtschaften müssen. Da auch die Energiekosten kräftig steigen, schließen Insider nicht mehr aus, dass die Fahrpreise für BVG, S-Bahn & Co. Anfang 2023 wieder einmal erhöht werden müssen.