Mit solchen drastischen Protestformen machten Klimaaktivisten in der Vergangenheit auf sich aufmerksam.
Mit solchen drastischen Protestformen machten Klimaaktivisten in der Vergangenheit auf sich aufmerksam. dpa/Sebastian Gollnow

Seit Monaten protestieren Klimaaktivisten in Berlin und anderen Großstädten, wollen auf den menschengemachten Klimawandel aufmerksam machen. Was der Klimaerwärmung anrichtet, haben die Menschen in diesem Sommer bereits mehrfach erfahren: Aktuell brennt es in der Lieberoser Heide, mehrere Waldbrände waren in den vergangenen Tagen bereits in den knochentrockenen Wäldern Brandenburgs außer Kontrolle geraten. Doch viele Menschen halten die Klimaproteste dennoch für überzogen. Die Klimaaktivisten greifen zu immer drastischeren Protestformen - und geraten immer häufiger mit Autofahrern aneinander, so wieder am Donnerstag in Berlin.

Aufgebrachter Mann beschimpft die Klimaaktivisten, die äußern Bedauern

Es regnet in Strömen, dennoch blockieren Mitglieder der Letzten Generation erneut den Berliner Verkehr. Betroffen waren nach Angaben einer Sprecherin der Klimaaktivisten die Seestraße an zwei Stellen sowie die Stadtautobahn A100 an der Beusselstraße und einer weiteren Stelle. Die Sprecherin weiter: „Während sich Olaf Scholz in die Sommerpause verabschieden will, blockieren heute erneut Bürger:innen der Letzten Generation den Verkehr in Berlin und fordern den selbsternannten ‚Klimakanzler‘ auf, seiner Verantwortung nachzukommen: Pläne zu neuen Ölbohrungen in der Nordsee sollen fallen gelassen werden.“

In einem Tweet von Donnerstagmorgen sind Aktivisten zu sehen, die ein Transparent an einer Autobahnbrücke angebracht haben. In einem weiteren Tweet ist zu hören, wie ein aufgebrachter Mann einen der Klima-Aktivisten als „Schwanz“ und „Missgeburt“ beschimpft. Dazu teilen die Klimakämpfer mit: „Wir bedauern es, dass Menschen wegen unserer Blockaden zu spät kommen. Leider sehen wir im Angesicht des Klimakollaps, auf den wir weiter ungebremst zurasen, keine andere Möglichkeit, Politik und Gesellschaft auf diese existenzbedrohende Gefahr aufmerksam zu machen.“

Bei Autofahren liegen die Nerven blank: Wann löst die Polizei den Protest auf?

Die Verkehrsinformationszentrale teilte am Donnerstag mit: „Auch heute wieder gibt es eine unangemeldete #Demonstration mit massiver Verkehrsstörung! Diesmal ist die Seestraße in Richtung Osloer Straße betroffen. Der Stau reicht über die A100 zurück bis zum AD Charlottenburg. Der Bus 106_BVG wird S Beusselstr. - U Seestr. eingestellt.“ Wann die Polizei den Protest auflöst und die Straße räumt, ist noch unklar.