Auf der Ringbahn kann es weiter zu Verzögerungen und Ausfällen kommen.  Foto:  Paul Zinken/dpa

S-Bahn-Fahrgäste müssen noch bis Freitag auf dem Ring mit Einschränkungen rechnen. So lange bleibt der Abschnitt zwischen Ostkreuz und Neukölln noch gesperrt, hieß es am Dienstag bei der S-Bahn Berlin GmbH. Wie der RBB am Dienstag berichtet, soll ab Mittwochabend der Abschnitt zwischen Ostkreuz und Frankfurter Allee wieder befahrbar sein. Das Teilstück zwischen Ostkreuz und Neukölln könne dagegen nicht vor Freitag wieder in Betrieb genommen werden. Ursache für die Beeinträchtigungen ist ein Brandanschlag von Linksextremisten.

Aktuell ist der Zugverkehr zwischen den Bahnhöfen Neukölln – Treptower Park – Ostkreuz – Frankfurter Allee unterbrochen. Daher kommt es auf den S-Bahn-Linien S41, S42, S8, S85 und S9 weiterhin zu Verspätungen und Ausfällen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Neukölln und Frankfurter Allee ist eingerichtet. Zwischen Baumschulenweg und Ostkreuz besteht Pendelverkehr im 20-Minuten-Takt.

Dicht gedrängt versuchen sich Fahrgäste in einem der weißen Schienenersatzbusse nahe des S-Bahnhofes Frankfurter Allee einen Platz zu sichern. Foto:  Eric Richard

Nach dem Brandanschlag auf die Berliner S-Bahn ist es am Dienstag am Bahnhof Frankfurter Allee zu Problemen im Schienenersatzverkehr gekommen. Nach Informationen des Berliner KURIER reichten die Kapazitäten der Busse nicht aus, um die zahlreichen Pendler zu transportieren.

An der Gürtelstraße Ecke Frankfurter Allee, von wo aus ein Teil der für den Schienenersatzverkehr eingesetzten Busse abfährt, kam es zu größeren Menschenansammlungen an der Haltestelle. Weit über 100 Fahrgäste warteten genervt auf die nächsten Busse, da immer nur ein Teil von ihnen Platz in den vollen Ersatzbussen fand. Das wiederum hatte zur Folge, dass die Mindestabstände nicht eingehalten wurden. Viele der wartenden Fahrgäste brachen schließlich ab und fuhren mit Taxis oder anderen Verkehrsmitteln weiter.

Zu dem Brandanschlag am S-Bahnhof Frankfurter Allee, der den Verkehr auf der Ringbahn am Montagmorgen zum Erliegen gebracht hatte, ist im Internet mittlerweile ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppe aufgetaucht. Bauarbeiter sind derzeit damit beschäftigt, an der defekten Stelle neue Stromleitungen zu verlegen.