Die neue Parkzone an der Amrumer und Föhrer Straße in Wedding sorgte im August für Ärger, weil auch das Krankenpflegepersonal des Charité-Standorts Virchow zahlen muss.
Die neue Parkzone an der Amrumer und Föhrer Straße in Wedding sorgte im August für Ärger, weil auch das Krankenpflegepersonal des Charité-Standorts Virchow zahlen muss. Gerd Engelsmann

Wer sein Auto in den sogenannten Parkbewirtschaftungszonen Berlins abstellt und keine Anwohner-Plakette hat, zahlt vom ersten Januar an deutlich mehr. Die Gebühr steigt je nach Gebiet von einem auf zwei, von zwei auf drei oder von drei auf vier Euro pro Stunde. Der Senat hat eine entsprechende Vorlage von Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) beschlossen.

Lesen Sie auch: Horoskop für heute: Donnerstag, der 1. Dezember 2022! So wird der Tag – laut Ihrem Sternzeichen >>

Hinter der „Fünften Verordnung zur Änderung der Parkgebühren-Ordnung (ParkGebO)“ setze man die  in den Richtlinien für die Regierungspolitik vorgesehene Erhöhung der seit rund 20 Jahren unveränderten Parkgebühren „zielgerichtet“ um. Die Gebührenerhöhung entspreche der „Zweiten Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Berlin“.

Lesen Sie auch: 10-Jährige wird zur Hebamme: Als Mama Wehen bekommt, holt sie ihre Schwester auf die Welt >>

Fahrräder sollen am Straßenrand und nicht auf Gehwegen abgestellt werden

Das mit der sauberen Luft wird die Autofahrer kaum beruhigen, weil Fahrräder, Pedelecs, Lastenräder und motorisierte Zweiräder auf „Verkehrsflächen des ruhenden Verkehrs“ – also den Parkplätzen am Straßenrand – abgestellt werden dürfen, ohne dass dafür bezahlt werden muss. Damit will Jarasch erreichen, dass diese Fahrzeuge nicht auf Gehwegen herumstehen. Dafür dürfte es Konflikte mit Autofahrern geben, wenn jemand in einer vermeintlichen Parklücke ein Zweirad stehen sieht und sein Auto dann dort nicht abstellen kann.

Lesen Sie auch: Grausam konsequent: DARUM ist „Andor“ (für mich) das beste „Star Wars“-Werk aller Zeiten >>

Autos von Carsharing-Unternehmen sind von der Gebührenerhöhung ausgenommen,  wenn man sie über das Handy-Parken abstellen kann. Sind diese Autos auch noch elektrisch angetrieben und haben ein E-Kennzeichen, wird für sie nur die Hälfte der jetzt noch geltenden Gebühren fällig. 

Lesen Sie auch: Spielzeug, Frieden und mehr Zeit mit Papa: Was Kinder sich wirklich zu Weihnachten wünschen >>

Noch nicht beschlossen: Anwohner-Parken soll 120 Euro im Jahr kosten

Noch nicht geregelt, aber weiter geplant ist die Erhöhung der Gebühren für Anwohner-Parkweise von 10,20 auf 120 Euro im Jahr. 

Lesen Sie auch: Schämt euch, ihr Langfinger! Einbrecher wüten im Berliner Tierheim – und bringen die Tierschützer in Not >>

Die Parkzonen umfassen inzwischen nahezu das gesamte vom S-Bahn-Innenring umfasste Stadtgebiet, haben sich aber beispielsweise in Wedding und Tempelhof darüber hinaus ausgedehnt.