Lange Schlangen, stundenlange Wartezeiten, Passagiere verpassten ihre Flüge: In den Osterferien kommt es am BER wohl wieder zum Chaos. Volkmar Otto

Die Vorfreude ist bei vielen Berlinern riesig! Endlich wieder reisen. Endlich in den Osterferien ins Warme fliegen. Doch vor dem Sonnenschein wartet auf viele Urlauber der Flughafen des Grauens. Schon jetzt ist klar: Am Berliner Pannenflughafen BER müssen sich Reisende auf lange Schlangen und viel Geduld beim Warten einstellen.

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Als Grund dafür hat Fluthafenchefin Aletta von Massenbach eine äußerst dünne Personaldecke bei den am Ablauf beteiligten Unternehmen ausgemacht. „Grundsätzlich ist die Personaldecke bei vielen Partnern zum Osterreiseverkehr ausreichend, aber nicht komfortabel“, erklärt sie. „Das war zum Jahresbeginn von Januar bis März noch in Ordnung. Aber für diese Spitzen, die wir jetzt erwarten, kann an neuralgischen Punkten des Flughafens wie bei den Bodenverkehrsdiensten und bei der Sicherheit der Puffer beim Personal fehlen.“

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Lange Wartezeiten am BER – was geht da schief?

Vor allem unvorhergesehene Corona-Erkrankungen könnten dann zum Problem werden. Die Folge: Längere Wartezeiten sind erneut nicht auszuschließen. Nein, sie sind sogar wahrscheinlich.

Ist das ein Ärgernis für viele Urlauber mit Ansage? Kann man da nicht im Vorfeld besser planen? „Gemeinsam bereiten wir uns mit Hochdruck auf den Ferienverkehr vor“, betonte von Massenbach. Rund eine Million Fluggäste erwarten die BER-Betreiber während der zweiwöchigen Osterferien. Die verkehrsreichsten Tage seien dabei dieser Freitag sowie der Sonntag vor Schulbeginn am 24. April. An beiden Tagen rechnet der Flughafen mit jeweils rund 70.000 Passagieren. Für die übrigen Ferientage gehen die Betreiber von 50.000 bis 65.000 Reisenden am Tag aus.

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Der Schriftzug „Flughafen Berlin Brandenburg“ prangt an der Haupthalle. In den Ferien kommt es hier wohl wieder zum Chaos mit langen Wartezeiten. Fabian Sommer/dpa

Das Kernproblem werden laut von Massenbach die Sicherheitskontrollen. Hier sei mit den zuständigen Unternehmen in den vergangenen Wochen intensiv die geplante Besetzung abgestimmt worden. Etwas Abhilfe könnte das neue Terminal 2 schaffen, das vor wenigen Wochen eröffnet wurde. Hier sei die technische Ausstattung der Sicherheitsspuren auf einem neueren Stand; mehr Menschen könnten mit weniger Personal in der gleichen Zeit kontrolliert werden.

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Neues Personal für den BER ist nicht so leicht zu kriegen

Ein weiterer Engpass seien die Bodendienstleister, die sich etwa um das Ein- und Ausladen des Gepäcks kümmerten. „Viele Menschen haben die Unternehmen am BER während des Umzugs und aufgrund der Pandemie verlassen. Neue zu rekrutieren ist eine Herausforderung“, sagte die Flughafenchefin.

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Mit Blick auf die Wochen nach Ostern dürfte die Situation angesichts weiter steigender Passagierzahlen kaum einfacher werden. „Wir alle haben den Sommerflugplan vor Augen. Alle Partner am Flughafen wissen, für diese Reisezeit brauchen wir noch mehr Personal, und alle sind gegenwärtig dabei, zu rekrutieren sowie die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzuarbeiten.“

Gleichwohl seien mehr Reisende für den wirtschaftlich angeschlagenen Flughafen auch eine gute Nachricht: „Wir freuen uns auf die Passagiere und letztendlich darauf, dass es eine gewisse Normalisierung gibt“, sagte von Massenbach.

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