In Neukölln kam es zu einem Unfall mit einem Jaguar, der offensichtlich einen schlimmeren Schaden davongetragen hat. Morris Pudwell

Was in Berlin immer wieder passiert, ist, dass so richtig teure Luxus-Autos in Unfälle verwickelt sind. Was eher ungewöhnlich ist, ist, dass so ein Unfall für ein großes Rätselraten sorgt. Ist hier der Fahrer auch der Fahrer? Und ist die Person, die sich ausweist, die Person, die sich als solche ausweist? Polizeibeamte haben Zweifel. Ermittlungen vor Ort dauern lange.

Was ist passiert? Gegen 18.10 Uhr krachte am Dienstagabend an der Kreuzung Rudower Straße Ecke Johannisthaler Chaussee in Neukölln ein hochwertiger Jaguar aus bisher ungeklärter Ursache in das Heck eines Audi. Während der Audi zumindest optisch beinah schadenfrei bleibt, sieht das beim Jaguar schon ganz anders aus. Im vorderen Bereich ist das Auto total zerstört. Von einem hohen Sachschaden kann man hier ganz sicher ausgehen.

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Verwirrungen nach Unfall in Neukölln um Insassen des Jaguars

Doch als die Polizei den Unfall aufnehmen will, kommt es zu Verwirrungen. Wie viele Personen sich in dem Jaguar befanden, ist unklar. Die Person, die als Fahrer gelten soll, von der aber niemand weiß, ob sie auch tatsächlich der Fahrer ist, wurde verletzt in einem Rettungswagen der Feuerwehr behandelt. Bei der Durchsuchung des Jaguar wurden mehrere verbotene Gegenstände sichergestellt, darunter ein Schlagring.

An der Unfallstelle kamen ungewöhnlich viele Beamte zusammen. Einfach nur einen Unfall aufnehmen, war da nicht. Allein vier zivile Kräfte kamen zum Einsatz. Vor Ort soll es nach Zeugeninformationen Schwierigkeiten mit den Insassen gegeben haben. Handelt es sich um Mitglieder einer sogenannten „Großfamilie“?

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Fakt ist: Die Polizei ließ die Unfallstelle durch die Feuerwehr lange Zeit nicht räumen. Zu unklar soll die Lage gewesen sein. Immer wieder wurde sich mit den zivilen Einsatzkräften besprochen. Erst gegen 19.40 Uhr wurde der Jaguar von der Kreuzung entfernt, der Verkehr wieder freigegeben.