Ein BSR-Fahrzeug verstreut Salz.
Ein BSR-Fahrzeug verstreut Salz. dpa/Ole Spata

Alarmstimmung bei der BSR: Mit dem angedrohten Eisregen erwartete die Stadtreinigung einen Großeinsatz.  2300 Leute insgesamt hat der Winterdienst, um in zwei, gegebenenfalls drei Schichten tätig zu werden. Er kann auf 540 Räum- und Streu­fahr­zeuge zurückgreifen, um 10.900 Kilometer Straßen samt Radfahrstreifen von Glätte zu befreien. Hinzu kommen Radwege, Haltestellen, 58.000 Fußgängerüberwege sowie zwölf Plätze und sechs Fußgänger­zonen wie Alex oder Wilmersdorfer Straße.

Immer wieder weist  die BSR darauf hin, dass für das Abstumpfen von Gehwegen und Privatstraßen die jeweiligen Anlieger beziehungsweise Hausbesitzer verantwortlich sind. Salzen dürfen sie nicht, müssen auf Sand oder Splitt zurückgreifen.

Autobahnen in der Stadt werden zuerst enteist

Die Stadtreinigung soll Autobahnen und Bundesfernstraßen zuerst in Angriff nehmen, hier kommen bei Vereisung durchgängig  Feuchtsalz oder Salz-Sole zum Einsatz.

Haupt­verkehrs­straßen und Straßen mit Buslinien fallen in die Einsatzstufe 1: Hier soll Salz / Sole nur bei extremer Glätte flächendeckend eingesetzt werden, ansonsten an Kreuzun­gen, Einmün­dungen und  den 6400 Haltestellen. 

Neben- und Wohnstraßen stehen auf der Liste weiter hinten (Einsatzstufe 2). Hier darf auch nicht mit Salz/Sole operiert werden.

Auf den Fußgängerüberwegen wird mit Splitt gestreut. 

Radwege sollen auch abgestumpft werden

Radfahrstreifen auf E1-Straßen werden gestreut. Geschützte Radfahrstreifen („Protected Bike Lanes“) sollen mit Spezial­fahrzeugen gesondert bearbeitet werden. 

Für Radwege, die mit Winter­dienstfahrzeugen befahrbar sind, ist die BSR ebenfalls verantwortlich. Das Gesetz sieht hier aber keine Glättebeseitigung vor. Die Verwendung von Auftaumitteln ist hier auch verboten. 

Für all das gibt es große Materiallager: Rund 13.000 Tonnen Salz, 2000 Kubikmetern Sole und 5000 Tonnen Splitt.  

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