Ein Fahrrad liegt nach einem Unfall auf einer Straße mit einem Radweg unter einem LKW (Symbolbild). imago/Fotostand

Radler in Berlin leben gefährlich: Jeden Tag werden Fahrradfahrende in der Hauptstadt bei Unfällen verletzt, häufig schwer. Denn eine Knautschzone wie bei Kraftfahrzeugen gibt es auf dem Fahrrad nicht. Gerade im Sommer wird in Shorts und T-Shirts geradelt, einen Helm tragen weiterhin nur die wenigsten. Gerade in Corona-Zeiten sind auch deutlich mehr Radler in Berlin unterwegs, vor allem in den Innenstadtbezirken.

Dort kracht es auch deutlich häufiger als in den äußeren Stadtteilen. Denn dort ist auch der Autoverkehr dichter, Konflikte zwischen aggressiven, genervten oder zerstreuten Kraftfahrern und mitunter dreisten Radfahrern sind vorprogrammiert.

Fast die Hälfte der Unfälle von Radlern mit verursacht

Das zeigt sich auch in den Zahlen: Nicht weniger als 7900 Unfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern wurden im Jahr 2020 gezählt, so die Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage. Fast die Hälfte davon, rund 3300 (42 Prozent) konzentrieren sich auf drei Bezirke: nämlich Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow.

An vierter Stelle der Unfälle von Radfahrern stand Charlottenburg-Wilmersdorf. Es folgten Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Am seltensten unter den Berliner Bezirken waren die Unfälle in Spandau. Etwas weniger als die Hälfte der Unfälle mit Radfahrern werden von diesen selbst verursacht oder mit verursacht, etwa durch das Fahren auf der falschen Fahrbahn oder Fehler beim Einfädeln in den fließenden Verkehr.