Mit einer neuen Umgehungsstraße durch den Wald neben dem Stadion An der Alten Försterei soll die Bahnhofstraße in Berlin-Köpenick entlastet werden. Foto: imago images / Jürgen Ritter

In Köpenick ist man leidgeplagt! Der Stau in der Bahnhofstraße gehört am Morgen, am Nachmittag und meist auch dazwischen zum täglichen Frustprogramm. Da braucht man vom Bahnhof bis zum Stadion an der Alten Försterei mal schnell 20 Minuten. Mit dem Auto. Zu Fuß schafft man das in weniger Zeit. Jetzt soll eine neue Umgehungsstraße Abhilfe schaffen.  „Die geplante „Westumfahrung Bahnhofstraße“ zwischen An der Wuhlheide und dem Knotenpunkt Mahlsdorfer Straße/Stellingdamm/Bahnhofstraße dient der dringenden Entlastung der Köpenicker Bahnhofstraße“, heißt es vom Senat.

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Die neue Stadtstraße soll an der Straße An der Wuhlheide in Höhe der Geschäftsstelle des 1. FC Union beginnen, verläuft dann in nordöstlicher Richtung entlang des Stadions „An der Alten Försterei“ und des Sportkomplexes Hämmerlingstraße am Rand der Wuhlheide und endet in Höhe der Hämmerlingstraße.

Wehmutstropfen: Erst ab 2025 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden

„Im Prozess der Planüberarbeitung und -aktualisierung konnte die Senatsverwaltung erhebliche Verbesserungen im Vergleich zur alten Planung herausarbeiten“, heißt es in der Anwohner-Information weiter. So sollen möglichst wenige Bäume gefällt werden, um die Straße durch den Wald zu ermöglichen. Auch soll Fußgängern und Radfahrern mehr Platz auf ihren Wegen eingeräumt werden. Der Wuhletal-Wanderweg soll sowohl in nördliche als auch in südliche Richtung angeschlossen werden.

Grafik: Sabine Hecher/ Berliner KURIER

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Klingt alles gut. Zu gut um wahr zu sein? Nun ja, blickt man auf die Planungsphasen, muss man mit Ernüchterung feststellen, dass es wohl noch eine Weile dauern wird, es die Staufalle Köpenick endlich aufgelöst wird. Frühestens ab 2025 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Es dauert also noch mindestens fünf Jahre, ehe Bus und Straßenbahn wieder ihre Zeitpläne in Köpenick einhalten können und Autofahrer mit ihren vier Rädern unterm Hintern schneller sind, als würden sie es stehen lassen.