Die Frontpartie des Wagens ist völlig zerstört, das Dach auf der Fahrerseite eingedrückt. Foto: Pudwell

Ein völlig zerstörtes Autowrack steht neben einem Lastwagen auf Berliner Chaussee, Front- und Fahrerseite des Wagens sind nur noch Metall-Matsch. Doch so unglaublich es auch klingen mag: Der Mann, der in dem Auto saß, überlebte mit leichten Blessuren. Und konnte sogar selbstständig aussteigen. Es ist das Kar-Wunder von Rangsdorf.

Gegen 1.10 Uhr befahren drei polnische Iveco Kleintransporter die Berliner Chaussee in Rangsdorf, Höhe Südring Center.

An der Kreuzung zum Birkenweg wollen sie nach links abbiegen und warten an einer roten Ampel. Dann passiert es!

Plötzlich kommt von hinten ein Mercedes Citan herangedonnert, kommt aus noch ungeklärter Ursache von seiner Spur ab und kracht ungebremst in das Heck des letzten Iveco-Kleintransporters.

Der Aufprall ist so heftig, dass die gesamte vordere Partie des Citan völlig zerstört und sogar das Dach eingedrückt wird. Zudem wird der schwere Iveco in seinen Vordermann geschoben und dabei ebenfalls schwer beschädigt. Die alarmierte Feuerwehr rast wenig später mit Blaulicht heran, die Einsatzkräfte bereiten sich auf das Schlimmste vor.
Bei vergleichbaren Unfällen kommt es immer wieder vor, dass Menschen in ihren Unfallwracks eingeklemmt werden. Dann müssen die Rettungskräfte schweres Gerät wie Trennschleifer und hydraulische Scheren einsetzen, um die Opfer aus den Metallwracks zu schneiden.

Nicht so in diesem Fall: Wie durch ein Wunder soll der Fahrer nach Angaben eines Augenzeugen zwar mit leichten Verletzungen, aber selbstständig aus dem völlig zerstörten Wrack über die Beifahrerseite ausgestiegen sein.

Warum es zu dem Unfall kam, ob der Fahrer des Mercedes Citan abgelenkt oder möglicherweise in Sekundenschlaf gefallen war, ermittelt nun die Polizei Brandenburg.