Klimaaktivisten der Initiative «Aufstand der letzten Generation» hatten bei der letzten Demo unter anderem diese Zufahrt zum Hauptstadt-Flughafen BER blockiert. dpa/Paul Zinken

Die letzte Aktion von Klimaschutz- und Lebensmittel-Aktivisten hatte in der Hauptstadt vor wenigen Wochen für Verkehrschaos gesorgt. Auch viele, die das Anliegen der Gruppe „Letzte Generation“ befürworten, fanden, dass deren Methoden zu weit gingen: Teilnehmer der Demo hatten sich an mehreren Straßen festgeklebt, so dass auch etwa Krankenwagen nicht vorbeikamen. Dennoch will das Bündnis am heutigen Freitag erneut Berlin lahmlegen.

Die Berliner Verkehrsinformationszentrale (VIZ) warnt vor zahlreichen Straßenblockaden durch Klimaschutz-Demonstranten. Es könne „ganztägig zu erheblichen Verkehrsstörungen im gesamten Stadtgebiet kommen“, twitterte die VIZ am Morgen. Wenn möglich, sollten die Menschen öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen.

Zum Glück spielt das Wetter mit: Bei Sonnenschein und Temperaturen bis zu 13 Grad in Berlin ist der Umstieg auf das Fahrrad für die meisten Verkehrsteilnehmer kein allzu großes Opfer.

Klima-Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ setzten auf Spontan-Blockaden

Die Gruppe „Letzte Generation“, die seit Januar zahlreiche Autobahnabfahrten blockierte, hatte für diesen Freitag „massive“ Blockaden einer „Vielzahl der Straßen“ angekündigt. Anlass sei der 100. Tag der neuen Bundesregierung, die weiter auf Öl, Gas und Kohle statt auf Klimaschutz setze. „Wir wissen nicht genau, welche Straßen die 'Letzte Generation' blockieren wird“, sagte ein Sprecher der VIZ dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag. Es ist also noch nicht abzusehen, wo sich tagsüber Staus bilden werden.

Vom 24. Januar bis zum 18. Februar hatte die Polizei 45 Blockaden mit sitzenden und angeklebten Demonstranten registriert. Danach folgten noch einige Blockaden und Versuche auf Straßen, an mehreren deutschen Flughäfen und dem Hamburger Hafen. Anfang März wurden die Aktionen wegen des Krieges in der Ukraine vorerst beendet. Die Blockaden in Berlin führten zu mehr als 270 Strafanzeigen und rund 120 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.