Wer Zucchini im eigenen Garten anbaut, sollte jetzt vorsichtig sein. Unter Umständen sind sie giftig geworden.
Wer Zucchini im eigenen Garten anbaut, sollte jetzt vorsichtig sein. Unter Umständen sind sie giftig geworden. Thomas Uhlemann

Zucchini aus dem eigenen Garten – wer gibt nicht gern mit dem Anbauerfolg seiner eigenen Züchtung bei Freunden und Nachbarn an. Kaum ein Gemüse wächst und gedeiht so gut in unseren heimischen Gärten, wie die Zucchini. Sie ist pflegeleicht und nach der Ernte ein echter Allrounder für diverse Gerichte. Aber Achtung! Gerade jetzt nach der großen Hitze kann einem die Zucchini aus dem Garten gehörig auf den Magen schlagen. Sie kann giftig geworden sein. Wieso, weshalb, warum – und woran Sie das erkennen, verraten wir hier.

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Warum sind Zucchini so gesund?

Zucchini haben mit circa 19 Kalorien pro 100 Gramm sehr wenig Kalorien und sind somit ein leichter, aber vitamin- und mineralstoffreicher Bestandteil der Gemüseküche. Besonders wertvoll macht die Zucchini ihr Gehalt an Kalzium, Magnesium, Eisen, B-Vitaminen, Vitamin A (Provitamin A) und Vitamin C.

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Was ist an einer Zucchini giftig?

So gesund eine Zucchini prinzipiell auch ist, es ist Vorsicht geboten. Denn was viele nicht wissen, ist, dass eine Zucchini unter Umständen auch giftig sein kann. Das gilt vor allem für Zucchini aus dem eigenen Garten.

Zucchini gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Und in denen kann der Giftstoff Curcurbitacin auftreten. Gelangen Cucurbitacine in den Körper, können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall auftreten.

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Wie kommt es zur Bildung des Giftstoffes Curcurbitacin?

In den Zucchini, die wir im Supermarkt kaufen, ist der Giftstoff bereits rausgezüchtet. Wer seine Zucchini aber selbst anbaut, sollte vorsichtig sein. Denn zwei Faktoren können dazu führen, dass sich in der Zucchini der Giftstoff Curcurbitacin bildet.

Zum einen ist das die räumliche Nähe zum (Zier-)Kürbis (beim Anbau). Die kann dazu führen, dass es zu sogenannten Rückkreuzungen kommt und somit Curcurbitacin in die Zucchini kommt.

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Der andere Faktor, der zur Bildung von Curcurbitacin in der Zucchini führt, ist große Hitze. Denn bei hohen Temperaturen gerät das Gemüse unter Stress – was wiederum die Produktion des Giftstoffes begünstigt.

Und: Je länger das Gemüse wächst, desto mehr Bitterstoffe können sich bilden, heißt es. Also: Das Gemüse lieber früh ernten, das reduziert die Menge der enthaltenen Stoffe.

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Beim Zubereiten von Zucchini aus dem Garten sollte man vorsichtig sein und gut achtgeben, ob sie bitter ist. Wenn ja, ist sie giftig.
Beim Zubereiten von Zucchini aus dem Garten sollte man vorsichtig sein und gut achtgeben, ob sie bitter ist. Wenn ja, ist sie giftig. IMAGO/Panthermedia

Wie kann man erkennen, ob eine Zucchini giftig ist?

Wenn die Zucchini beim Aufschneiden bitter riecht, ist sie ein Fall für den Abfall. Dann hat sich der Bitterstoff Curcurbitacin gebildet und Sie sollten das Gemüse auf keinen Fall mehr Essen. Auch gebraten oder gekocht ist es dann keine Option mehr, da der Giftstoff auch beim Garen nicht zerstört werden kann.

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Sollten Sie nichts Verdächtiges gerochen haben bei der Zubereitung, aber der erste Bissen schmeckt schon bitter: weg damit! Auch der bittere Geschmack ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Zucchini giftig geworden ist. Am besten den Bissen direkt ausspucken und das Essen wegschmeißen, auch wenn es schade um die Mühe ist.

Wie kann man verhindern, dass Zucchini aus dem Garten giftig werden?

Es sollten keine Samen, die von Zucchini und Kürbissen aus dem eigenen Garten gewonnen werden, für den weiteren Anbau eingesetzt werden, rät die Verbraucherzentrale. Auch äußere Faktoren, wie Verletzungen der Pflanzen oder auch Trocken- oder Hitzestress, sind als Ursachen möglich. Ernten Sie Zucchini möglichst früh.