Mit Zahnpasta kann man nicht nur die Zähne putzen, sondern auch viele Gegenstände im Haushalt. IMAGO/Westend61

Jeder hat sie zu Hause und jeder benutzt sie täglich: Zahnpasta. Aber hätten Sie gewusst, das man mit ihr viel mehr als nur die Zähne putzen kann? Zahnpasta ist nämlich ein echtes Allroundtalent gegen Schmutz und Dreck. Wir verraten die besten Putz-Tricks mit der weißen Creme und auch, was es damit auf sich hat, dass sich Zahnpasta so gut zum Saubermachen eignet.

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Fliesenfugen reinigen mit Zahnpasta

Sind Ihre Fliesenfugen vergilbt, verschmutzt und unansehnlich? Mit etwas Zahnpasta und einer alten Zahnbürste kann man sie ganz einfach wieder sauber kriegen! Geben Sie einfach Zahnpasta auf die Bürste und schrubben Sie dann damit die Fugen. Die sehen bald wieder wie neu aus.

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Bügeleisen putzen mit Zahnpasta

Ein Bügeleisen hat eigentlich jeder zu Hause. Doch egal, wie oft man es benutzt, mit der Zeit verschmutzt die Unterseite, die sogenannte Sohle. Leider leiden darunter oft auch die Kleidungsstücke, die man bügelt. Frisch gewaschene Hemden haben dann schnell eklige Flecken. Dabei ist es gar nicht schwer, ein Bügeleisen zu reinigen. Man benötigt nur Zahnpasta und eine alte Zahnbürste (oder einen Schwamm). Einfach die Zahnpasta auf der Sohle des Bügeleisens auftragen, 30 Minuten einwirken lassen und mit warmem Wasser abwischen. Schon glänzt das Bügeleisen wie neu.

Zahnpasta entfernt Eingebranntes von Töpfen

Auch die Unterseite von Töpfen und Pfannen werden wieder blank, wenn man sie gründlich mit Zahnpasta einreibt und dann nass-warm abwischt. Der Grund: Zahnpasta enthält Schleifpartikel, sogenannte „Abrasive“. Deshalb lässt sie sich im Haushalt ähnlich wie Scheuermilch verwenden. Laut der Landesvorsitzenden des DHB-Netzwerks Haushalt, Rosemarie Weber, kann man deshalb gut unempfindliche Oberflächen damit schrubben.

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Zahnpaste mit hohem RDA-Wert zum Putzen

Zahnpasta hat vielfältige Aufgaben. Neben einem frischen Atem und der Vorbeugung von Karies soll sie vor allem Zähne gründlich reinigen! Damit das gelingt, enthalten Zahncremes winzige Putzkörper, die dabei helfen Zahnbelag, Speisereste und Bakterien zu entfernen.

Dabei können die Putzteilchen in der Zahnpasta – gerade bei aggressiven Whitening-Zahnpasten – auch einen minimalen Teil des Zahnschmelzes abtragen. Dieser Vorgang wird Abrasion genannt. Die Stärke der Abrasivität einer Zahncreme wird durch den RDA-Wert angegeben. Dieser steht für die sogenannte Relative Dentin Abrasion.

Je höher der RDA-Wert ist, desto besser eignet sich die Zahnpasta zum Putzen. Gesetzlich muss der RDA-Wert allerdings nicht auf den Zahnpastatuben abgedruckt sein. Man kann ihn beim Hersteller nachfragen.

Mit Zahnpasta und einer alten Zahnbürste kriegt man Fugen wieder weiß. Berliner KURIE/Dajana Rubert

Schmuck polieren mit Zahnpasta

In die Jahre gekommener Schmuck hat seine glanzvollsten Zeiten oft schon hinter sich. Sie können ihn für viel Geld beim Juwelier wieder aufmotzen lassen. Oder Sie nehmen sich einfach ein wenig Zahnpasta, reiben den Schmuck damit ein, lassen das ganze kurz einwirken und wischen die Zahnpasta mit einem weichen Tuch wieder ab. Schon glänzt der Schmuck wie frisch aus dem Laden. Aber Achtung bei echten Perlen und Edelsteinen. Schmuckstücke, die damit besetzt sind, sollten Sie nicht mit Zahnpasta reinigen, da ihre empfindliche Oberfläche Kratzer bekommen könnte.

Übrigens: Auch Silberbesteck erlangt auf diese Weise seinen alten Glanz zurück.

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Zahnpasta hilft gegen beschlagene Spiegel und Brillen

Ein toller Tipp ist Zahnpasta auch im Kampf gegen beschlagene Spiegel, Brillen oder Taucherbrillen. Sie kennen das sicher auch: Sie kommen aus der Dusche und sehen im Spiegel: nichts. Sie betreten den Supermarkt und dank der Maske sehen Brillenträger: nichts. Doch mit etwas Zahnpasta schaffen Sie Abhilfe bei beschlagenen Scheiben. Einfach eine dünne Schicht auf den Spiegel, die Brille oder Tauscherbrille auftragen, kurz einwirken lassen und mit einem weichen Tuch abwischen. Ab sofort sollte sich das Problem mit dem Beschlagen erledigt haben.

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