Einkaufswagen im Supermarkt sind oft riesengroß - so kaufen wir mehr ein, weil der Wagen immer leer wirkt.
Einkaufswagen im Supermarkt sind oft riesengroß - so kaufen wir mehr ein, weil der Wagen immer leer wirkt. imago/Jochen Tack

Wir alle müssen sparen, das Geld zusammenhalten – denn alles wird immer teurer und teurer. Doch ausgerechnet dort, wo wir die wichtigsten Dinge kaufen müssen, lauern an jeder Ecke fiese Tricks: Willkommen in der manipulativen Welt der Supermärkte! Mit verschiedenen Methoden und Taktiken versucht der Lebensmittelhandel, uns immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch es gibt Experten, die die Maschen erkennen und auffliegen lassen. Im Frühstücksfernsehen bei Sat.1 erzählte jetzt ein Marketing-Experte, welchen Methoden wir auf den Leim gehen – und wie wir uns schützen.

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Marketing-Experte Roger Rankel kennt sich in der Welt der Verbraucher-Tricks aus, lässt immer wieder solche manipulativen Methoden auffliegen – und berichtete im Gespräch mit TV-Star Daniel Boschmann im Frühstücksfernsehen von Sat.1 jetzt von einigen der Maschen. Es geht schon damit los, wie wir die Produkte, die wir kaufen wollen, transportieren. Früher sei der Einkaufswagen beliebt gewesen – doch dass die Wägen immer größer sind, um uns zu mehr Käufen zu verlocken, haben inzwischen auch viele Kunden verstanden.

Experte: Auch Einkaufskörbe wurden inzwischen oft vergrößert

Deshalb nutzen sie gern Körbe. „Der Einkaufskorb ist über die Zeit aber auch schon wieder manipuliert worden“, verrät Rankel. „Er ist teilweise größer, aber so, dass man es gar nicht bewusst auf dem Schirm hat. Deshalb kauft man etwas mehr ein, merkt es aber nicht.“ Zudem gebe es manchmal Taschen, in denen die Dinge regelrecht verschwinden – er denke da an ein schwedisches Möbelhaus, sagt Rankel und lacht.

In Supermärkten werden viele Tricks angewendet, um die Kunden zu manipulieren.
In Supermärkten werden viele Tricks angewendet, um die Kunden zu manipulieren. imago(Blickwinkel

Wussten Sie eigentlich schon, dass es gute Gründe dafür gibt, dass das Gemüse immer am Eingang der Supermärkte steht? „Es wird das Tempo gedrosselt, denn wenn man Gemüse oder Obst einkauft, muss man genauer hinschauen“, sagt Rankel. Zudem vermittele es Frische. Und: Wer am Anfang etwas Frisches in den Wagen oder Korb gelegt hat, fühlt sich später nicht so schlecht, wenn eventuell noch eine süße Sünde im Einkaufswagen landet. Wir sind eben einfach leicht manipulierbar…

Doch nach der Obst-Abteilung ist noch lange nicht Schluss mit der Beeinflussung. Dinge, die wir wirklich brauchen und suchen, seien in den Supermärkten oftmals gut versteckt, während Unnützes gut sichtbar platziert wird. Aus der Forschung wisse man zudem, dass Regale immer von links nach rechts betrachtet werden – die wichtigen Produkte stehen deshalb oft auf der rechten Seite.

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Und auch der generelle Aufbau des Supermarktes trage viel zum Einkaufsverhalten bei. „Du kommst rein, oft ist da die Backstube. Der Geruch wird nach innen geleitet, damit du stimuliert wirst. An der Frischetheke wird mit Lichtdesign gearbeitet- das Fleisch sieht besser durchblutet aus“, sagt Rankel. „Manchmal fällt es auf, wenn der, der es schneidet, seine Hand reinhält und man sieht, dass sie plötzlich besser durchblutet aussieht.“ Auch mit Musik wird gearbeitet: In vielen Supermärkten werden Musikstücke gespielt, deren Schlag-Frequenz der des Herzschlages entspricht. Damit werden die Kunden stimuliert, sagt der Experte.

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Besonders perfide: Der Trennungs-Trick. Wen Paare zusammen einkaufen, kaufen sie weniger, sagen Untersuchungen. „Wenn man es im Laden schafft, das Paar zu trennen, wird mehr eingekauft. Deshalb ist es oft so, dass bei Kosmetika die Produkte der Herren woanders sind als die der Damen.“ Jeder kaufe etwas mehr ein – und am Ende sei der Korb voller. Und auch auf Rabatte fallen wir immer gern ein, weil dadurch Glückshormone freigesetzt werden. „Es wirkt gut, das ist etwas fürs Belohnungssystem.“ Der Marketing-Experte rät übrigens, auf jeden Fall mit Einkaufszettel einzukaufen.

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