Brot macht wacher als Kaffee – gönnen Sie sich also auf jeden Fall ein kohlenhydrathaltiges Frühstück, wenn Sie fit in den Tag starten wollen.
Brot macht wacher als Kaffee – gönnen Sie sich also auf jeden Fall ein kohlenhydrathaltiges Frühstück, wenn Sie fit in den Tag starten wollen. Imago/Westend61

„Ich bin morgens immer müde …“, heißt es im bekannten Lied der Band Laing. Das kennen Sie? Damit sind Sie nicht allein. Müdigkeit und Konzentrationsschwächen kennen 96 Prozent der Deutschen. Während 24 Prozent der Befragten in Umfragen angeben, hiervon nur selten betroffen zu sein, sind es 60 Prozent, die mehrmals pro Woche über diese Probleme klagen. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, was dagegen hilft. Und überraschenderweise ist es nicht der Kaffee!

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Eine neue Studie identifiziert vier Schlüsselfaktoren, die einen Unterschied machen, wenn es darum geht, morgens fit in den Tag zu starten. „Warum schwanken wir Menschen von einem Tag auf den anderen in unserer Wachsamkeit?", fragte sich das Forscherteam um den Neurowissenschaftler und Schlafforscher Raphael Vallat von der University of California.

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Was macht wach? Einige Studien-Ergebnisse überraschen

Insgesamt nahmen 833 Personen an der Studie teil, von denen die meisten Zwillinge waren – dies half den Forschern, genetisch bedingte Variationen herauszufiltern. Über zwei Wochen wurden Nahrungsaufnahme, körperliche Aktivität, Schlafmuster und Glukosespiegel aufgezeichnet, während die Freiwilligen auch ihre Wachsamkeit zu mehreren Zeitpunkten am Tag bewerteten.

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Und die Ergebnisse sind durchaus überraschend. Das Beste ist aber: Man kann all das, was den Unterschied macht, in seiner Routine ändern, um morgens künftig fitter in den Tag zu starten.

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Der erste wichtige Faktor ist laut Wissenschaftlern das Schlafprofil: die Dauer, der Zeitpunkt und die Effizienz des Schlafs über Nacht. Längeres Schlafen und späteres Aufwachen als normalerweise waren mit einer besseren morgendlichen Wachheit verbunden. Darauf hätte man vielleicht noch ohne Studie kommen können.

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Der Tag hat gerade erst begonnen und Sie sind schon wieder müde? Wissenschaftler fanden heraus, was man an seiner Routine ändern kann, um tagsüber wacher zu sein.
Der Tag hat gerade erst begonnen und Sie sind schon wieder müde? Wissenschaftler fanden heraus, was man an seiner Routine ändern kann, um tagsüber wacher zu sein. imago/Panthermedia

Doch schon der zweite Faktor sorgt für einen Aha-Moment: Es ist die Menge an Bewegung, die die Leute am Vortag hatten. Ein höheres Maß an Bewegung am Tag war mit einem kontinuierlicheren und weniger unterbrochenen Schlaf verbunden, was wiederum eine erhöhte Wachheit der Teilnehmer am Morgen vorhersagte.

Brot hilft als Wachmacher, Ei bewirkt das Gegenteil

Auch der dritte Punkt wird viele staunen lassen. Ein entscheidender Faktor bei den wacheren Probanden: Es gab Frühstück. Und zwar nicht irgendeins. Morgenmahlzeiten mit mehr Kohlenhydraten führten zu einer besseren Wachsamkeit, während mehr Protein den gegenteiligen Effekt hatte.

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Indem die Kalorien in den gelieferten Mahlzeiten gleich blieben, konnten sich die Forscher auf den Nährwert dessen konzentrieren, was gegessen wurde. Greifen Sie morgens also unbedingt zu einem Brot oder Haferflocken – die machen demnach wacher als ein Kaffee. Und die große Portion Rührei lassen Sie lieber weg, um nicht gleich wieder ins Gähnen zu verfallen.

Als vierter Faktor war auch der Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Frühstück mit einer verminderten Wachsamkeit verbunden. Das wurde getestet mit einem reinen Glukose-Flüssiggetränk. Eine niedrigere Blutzuckerreaktion, die beobachtet wurde, nachdem die Teilnehmer ein kohlenhydratreiches Frühstück gegessen hatten, verbesserte die Wachsamkeit.

Mit anderen Worten, es ist wichtig, wie der Körper Nahrung verarbeitet, und zu viel Zucker führt morgens eher zu einem Zuckercrash als zu einem Zuckerrausch. Vermeiden Sie also die dicke Schicht Marmelade auf dem Brot oder die Cola zum Frühstück.