Sie sind silbrig, stromlinienförmig und eine echte Plage: Silberfische. IMAGO / Ardea

Kennen Sie Silberfische? Und wussten Sie, dass Silberfische überhaupt keine Fische, sondern Insekten sind? Ihr Name entstand durch ihre silbrige Farbe und ihre Art, sich fortzubewegen. Sie ähnelt den Schwimmbewegungen eines Fischs. Und das finden viele Menschen wirklich eklig. Dabei sind die kleinen Viecher durchaus nützlich. Warum, verraten wir Ihnen gleich. Und natürlich auch, wie Sie sie loswerden, wenn Sie genug davon haben. Sie vermehren sich nämlich rasend schnell.

Wo kommen die Silberfische her?

Silberfischchen leben überwiegend in Rohr- und Wasserleitungen. Von dort aus verirren sie sich aber auch manchmal in Wohnungen. Am liebsten leben sie in Badezimmern. 

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Wo treten Silberfische auf?

Silberfische lieben zwei Dinge: Dunkelheit und Feuchtigkeit. Klar, dass sie vor allem in Kellern gern zu Hause sind. Aber auch das Bad ist nicht selten befallen von den kleinen Viechern. Hier finden sie genügend Nahrung. Denn Milben und Hautschuppen gehören zu ihren Leibspeisen. Und die gibt es im Badezimmer zwischen all den Handtüchern ja zu genüge.

Ein weiteres Argument für das Badezimmer: Hier ist es nicht nur besonders feucht, sondern in der Regel auch besonders warm. Die Silberfischchen fühlen sich besonders wohl, wenn die Temperatur bei 25 bis maximal 30 Grad Celsius liegt. Ist dies der Fall, kann die Population der Silberfische in kürzester Zeit ins Unermessliche steigen. Tagsüber verstecken sich Silberfische in Ritzen, im Abfluss oder in Fußleisten. Erst wenn es dunkel wird, kommen sie hervor.

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Warum sind Silberfische sogar nützlich?

Silberfische finden die meisten Menschen zwar eklig. Doch eigentlich sind es ganz nützliche Tierchen und weder gefährlich, noch können sie Krankheiten übertragen. Schenkt man ihnen ein bisschen Lebensraum, helfen sie Milben loszuwerden, da sie sich davon ernähren. So profitieren Allergiker sogar von ihnen.

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Und auch aus einem anderen Grund sollte man Silberfische nicht verteufeln. Denn wenn sie in großer Menge plötzlich das Bad besiedeln, ist Vorsicht geboten. Vielleicht sind sie ein Indiz für gefährlichen Schimmel. Denn sie ernähren sich von Schimmelpilz. Wer also die ungebetenen Gäste bei sich entdeckt, sollte schleunigst den entsprechenden Raum nach Schimmel absuchen. Auch hinter Tapeten, Schränken oder in Duschfugen können Schimmelpilze sein.

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Silberfische sind nützliche Tierchen. Im Bad möchte man sie trotzdem nicht haben. IMAGO / blickwinkel

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Wie kann man Silberfische bekämpfen?

Es gibt einige Hausmittel, mit denen man die kleinen Plagegeister in eine Falle locken kann. Wer Silberfische loswerden will - und das sollte man, kann einen der folgenden Tricks versuchen:

Essigwasser: Wenn Silberfische etwas auf den Tod nicht leiden können, ist das der Geruch von Essig. Machen Sie sich das zu nutze und wischen Sie Ihr Badezimmer mit Essigwasser. Wem das selbst zu unangenehm riecht, der kann es auch mit Lavendel oder Zitrone probieren. Das mögen Silberfische nämlich genauso wenig. 

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Rohe Kartoffel: Wenn Silberfische Hunger haben, ist ihnen jede Stärke recht. Schneiden Sie eine Kartoffel auf und stellen Sie sie auf einem flachen Teller auf den Boden. Danach kann die Kartoffel samt Tierchen auf den Kompost (oder in die Biotonne) wandern.

Zuckerfalle: Silberfische sind wie kleine Kinder: Sie lieben Zucker! Das können Sie ausnutzen. Füllen Sie in ein kleines Glas etwas Zucker. Das Glas müssen Sie vorher auf der Außenseite mit Malerkrepp präparieren. Der Trick: Durch die raue Oberfläche können die Silberfische zwar in das Glas krabbeln (um zum Zucker zu kommen), aber nicht mehr hinaus. Denn die Glas-Innenseite ist ihnen zu rutschig.