Honig gehört in Deutschland auf viele Frühstückstische - doch warum muss man die Gläser ausspülen, wenn sie leer sind? imago/Shotshop

Honig gehört bei vielen Deutschen auf den Frühstückstisch – und das nicht ohne Grund: Als Brotaufstrich oder im Tee schmeckt das flüssige Gold einfach wunderbar. Wir alle wissen, dass das Nahrungsmittel von Bienen erzeugt wird… doch es gibt eine Sache, die viele Menschen leider bisher ignorieren: Wer ein leeres Honig-Glas wegwirft, sollte es vorher in jedem Fall gut ausspülen. Hätten Sie es gedacht? Wir verraten, was dahinter steckt.

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Warum soll man Honiggläser ausspülen? Hier ist die Antwort!

Imker machen immer wieder darauf aufmerksam: Wer Honig-Gläser in den Glascontainer wirft, sollte sie vorher auf jeden Fall gründlich reinigen, damit keine Honigreste zurückbleiben. Aber warum? Der Grund ist ganz simpel: Etwa 80 bis 90 Prozent des Honigs, der nach Deutschland importiert wird, könne Sporen der amerikanischen Faulbrut enthalten – dabei handelt es sich um ein Bakterium, das eine Brutkrankheit bei Honigbienen auslöst.

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Das Problem: Wenn Bienen auf die Suche nach Nahrung gehen, sammeln sie nicht nur Blütenpollen, sondern finden auch Reste von Honig, beispielsweise in nicht gereinigten Gläsern im Glascontainer. Dadurch können sie sich mit der Faulbrut infizieren, was im schlimmsten Fall dafür sorgen kann, dass ganze Bienenvölker einfach so ausgelöscht werden!

Ganze Bienenvölker können an der Amerikanischen Faulbrut zugrunde gehen. imago/Countrypixel

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Honiggläser ausspülen: DARUM ist es so wichtig für die Bienen

Auch Inga Klinger vom Landesverband Bayerischer Imker bestätigte gegenüber „myHomebook“, wie gefährlich das ist. „Die Sporen selbst sind für Menschen völlig ungefährlich, aber für die Bienen ist es eine tödliche Seuche.“ Und dabei ist es egal, woher der Honig kommt, denn: Auch wenn die Amerikanische Faulbrut diesen Namen trägt, ist die entsprechende Krankheit auf der ganzen Welt verbreitet.

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Und was bewirkt die Erkrankung? Das Bakterium, das von den sogenannten Ammenbienen über die Sporen des Erregers an die Larven verfüttert wird, gelangt in den Darm der Bienenlarve. Dort kann es sich stark vermehren – dadurch wird die Larve zersetzt – in der Zelle bleibt dann nur eine schleimige Masse zurück, Bienen-Nachwuchs kann sich nicht entwickeln. Laut Klingner sei es am besten, Honig direkt vom heimischen Imker zu kaufen. Die leeren Gläser könne man dann, natürlich gut ausgespült, direkt zum Imker zurückbringen.

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