Kartoffeln sind nicht für den Gefrierschrank.  Foto: imago images/Panthermedia

Zu viel eingekauft, weil das Angebot gut war oder die Gäste spontan abgesagt haben? Dann ab in den Gefrierschrank mit den Lebensmitteln – und zwar so schnell wie möglich! Denn je frischer Essen eingefroren wird, desto besser ist das für die Haltbarkeit. Aber Achtung: Nicht jedes Nahrungsmittel überlebt den Froster. Was Sie auf keinen Fall einfrieren sollten und warum nicht – der KURIER klärt auf.

Torten und Co.: Viele Süßspeisen werden mit Gelatine zubereitet. Und das ist im Gefrierschrank ihr sicherer Tod. Wer Pudding oder Torten einfriert, wird daran keine Freude haben. Der Grund: Die Bindung geht beim Auftauen verloren und die Süßspeise wird flüssig.

Kartoffeln: Kroketten oder Pommes gehören in den meisten Familien zum Standardprogramm im Gefrierfach. Aber wie sieht es eigentlich mit denen im Rohzustand aus? Kartoffeln unverarbeitet einzufrieren, ist keine gute Idee. Sie verlieren nach dem Auftauen ihre Konsistenz und werden matschig. Zudem ändert sich ihr Geschmack, die Kartoffeln schmecken nach dem Einfrieren ungewohnt süßlich. Kein Problem: Immerhin lassen sich rohe Kartoffeln auch so über einen langen Zeitraum lagern. Am besten halten sie sich im Dunkeln und bei Temperaturen zwischen 4 und 15 Grad Celsius – also zum Beispiel im Keller.

Knoblauch, Rettich und Radieschen: Klar, theoretisch kann man auch dieses Gemüse einfrieren. Allerdings verändern sich Geschmack und Geruch teils erheblich. Von daher: Lieber frisch verarbeiten.

Eier: Wer rohe Eier ins Gefrierfach legt, riskiert eine große Sauerei. Denn die Schale kann bei Minustemperaturen leicht platzen. Auch gekochte Eier sind nur bedingt für den Froster geeignet, sie werden nach dem Auftauen gummiartig – nicht jedermanns Sache.

Vollmilch, Sahne & Co.: Milchprodukte, vor allem solche mit hohem Fettgehalt wie etwa Vollmilch, Sahne, Sauerrahm, Joghurt oder Quark flocken beim Auftauen aus und bekommen eine grießige Konsistenz. Und wer will in seinem Cappuccino schon Stückchen drin haben. Auch Käse ist nur bedingt für das Einfrieren geeignet. Ist beim Raclette viel Hartkäse übrig geblieben, kann der durchaus in den Gefrierschrank – sollte aber hinterher nur noch zum Überbacken verwendet werden. Frischkäse flockt nach dem Auftauen leicht aus und Weichkäse wird matschig.

Wassermelone, Blattsalate, Gurken & Co.: Obst und Gemüse mit einem hohen Wassergehalt, zum Beispiel Tomaten, Gurken, Salate, Trauben, Melonen, viele Beeren und Südfrüchte sind nur bedingt zum Einfrieren geeignet. Sie werden beim Auftauen matschig und damit zum normalen Verzehr unappetitlich. Wer sich allerdings einen Smoothie oder eine Suppe machen möchte, kann auch wasserreiches Obst und Gemüse in den Tiefkühler legen. Bestes Beispiel: Blattspinat kauft man üblicherweise tiefgefroren – weil man ihn sowieso später kocht, ist das kein Problem.