Schimmel in der Blumenerde kann für Menschen gefährlich werden.  imago stock&people

Die Heiz-Saison geht wieder los und das stellt vor allem Zimmerpflanzen vor ein ekliges Problem: Schimmel bildet sich auf der Blumenerde. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern auch gefährlich. Was Sie tun sollten, wenn Sie Schimmel im Blumentopf entdecken, wie Sie ihn loswerden und wie Sie verhindern, dass er wiederkommt, erklären wir Ihnen hier:

Ist das Weiße in der Blumenerde wirklich Schimmel?

Bevor Sie überlegen, wie Sie den Schimmel in der Blumenerde loswerden, sollten Sie einmal genau prüfen, ob das Weiße wirklich Schimmel ist. Gerade in Gegenden mit hartem, stark kalkhaltigem Leitungswasser wie Berlin können weiße Stellen auf der Erde nämlich auch harmlose Kalkablagerungen sein. Kratzen Sie vorsichtig mit einem Löffel an der Stelle. Ist sie hart, ist es ziemlich sicher eine unbedenkliche Ablagerung. Ist das Weiße weich und flaumig, ist es wohl tatsächlich Schimmel. Auch ein muffiger Geruch ist ein Indikator für einen Schimmelbefall. Dann sollten Sie handeln!

Lesen Sie auch: Quarkkeulchen selber machen: So gelingt die gute, alte DDR-Leibspeise für Schleckermäulchen >>

Wo kommt der Schimmel in der Blumenerde her?

Vor allem in der kalten Jahreszeit ist Schimmel auf der Erde von Zimmerpflanzen nicht selten. Denn dann wird meist ordentlich geheizt – nicht nur für uns sorgt das für Wohlfühltemperaturen, auch für Pilze. Dazu kommt oft falsches Gießverhalten – ist die Erde zu feucht, neigt sie eher zum Schimmeln. Schimmelsporen befinden sich in der Luft. Haben sie sich erst einmal im Blumentopf niedergelassen, verbreiten sie sich dort rasant. Wichtig: Der sichtbare Flaum ist nur die Spitze des Eisberges. Vermutlich hat sich der Schimmelpilz schon in der kompletten Blumenerde verteilt.

Lesen Sie auch: Erster Frost naht! Was Sie JETZT noch unbedingt schnell im Garten erledigen müssen – und was Sie im Winter liegen lassen können >>

Wer in der Blumenerde Schimmel entdeckt, sollte die Pflanze schnell umtopfen. IMAGO/agefotostock

Warum ist Schimmel in der Blumenerde gefährlich?

Schimmel in der Wohnung – ob an der Wand oder in der Blumenerde – birgt für Menschen gesundheitliche Risiken. Vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen sind gefährdet. Schimmelpilz in der Wohnung kann zu Asthmaanfällen führen.

Lesen Sie auch: Tipps für den Garten: Welche Sträucher und Bäume schneidet man im Herbst zurück? Und muss man noch mal Rasen mähen? >>

Was sollte man tun, wenn man Schimmel in der Blumenerde entdeckt?

Als wichtigste Sofort-Maßnahme bringen Sie die Pflanze ins Freie und lüften Sie den Raum, in dem sie stand, richtig gut durch. Dann geht es an den Kern des Problems. Topfen Sie die Pflanze im Freien aus und entfernen Sie so gut es geht die komplette Erde. Denken Sie daran: Vermutlich hat sich der Schimmelpilz schon komplett breit gemacht. Dann ist es wichtig, den Topf gründlich zu reinigen. Eine warme Essiglösung tötet auch den letzten Keim. Nun wird die Pflanze wieder eingetopft – mit frischer Blumenerde, die einen möglichst hohen mineralischen Anteil hat. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle.

Lesen Sie auch: Krasser Cola-Trick: Toilette reinigen, Ablagerungen entfernen – mit dieser Technik geht’s super leicht >>

Wie beugt man erneutem Schimmel in der Blumenerde vor?

Damit Sie das zweifelhafte Vergnügen, Schimmel entfernen zu müssen, nicht dauerhaft haben, überdenken Sie Ihr Gießverhalten. Erst wenn die Erde abgetrocknet ist, braucht die Pflanze neues Wasser. Tipp: Prüfen Sie die Feuchtigkeit, in dem Sie mit dem Finger in die Erde drücken. Übrigens: Es reicht auch, wenn die Pflanze über den Untertopf mit Wasser versorgt wird. Die Wurzeln saugen die Feuchtigkeit von dort auf. Dann steht nicht die gesamte Erde unter Wasser.