Jedem Alltags-Salz sollte Jod zugesetzt sein. Da sind sich die Experten einig.
Jedem Alltags-Salz sollte Jod zugesetzt sein. Da sind sich die Experten einig. Christin Klose/dpa

Ohne Salz geht es nicht. Nicht nur, das unser Essen dann unglaublich fade schmecken würde. Salz ist für den menschlichen Köper auch überlebenswichtig, weil es den Flüssig­keitshaushalt und Blut­druck reguliert. Aber ist es dabei eigentlich egal, mit welchem Salz wir unsere Essen würzen? Welches und wie viel Salz ist eigentlich gesund? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

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Wie viel Salz am Tag sollte man zu sich nehmen?

In fast jedem Essen, das bei uns auf dem Teller landet, steckt es drin: Salz. Aber wie viel Salz ist eigentlich gesund? Täglich höchstens 6 Gramm Kochsalz, so lautet die Empfehlung für Erwachsene der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Diese Menge entspricht etwa einem Teelöffel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar nur 5 Gramm Salz pro Tag.

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Das bedeutet auch, dass wir unseren Salz-Konsum weiter einschränken sollten. Denn durchschnittlich essen Männer in Deutschland rund 10 Gramm und Frauen 8,4 Gramm Salz am Tag. Rund die Hälfte der Männer und mehr als ein Drittel der Frauen nehmen täglich mehr als 10 Gramm Salz auf.

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Tipp: Wer seine Gerichte mit anderen Gewürzen abschmeckt, kann oft auf eine gewisse Menge Salz verzichten und hat gleichzeitig auch einen viel interessanteren Geschmack.

Worauf sollte man beim Kauf von Salz achten?

Salz ist eben nicht gleich Salz. Wenn es nach Experten geht, sollte jedem Alltags-Salz Jod zugesetzt sein. Immerhin nehmen in Deutschland viele Menschen zu wenig Jod zu sich. Auch Fluorid als Zusatz sei sinnvoll, Extra-Folsäure schade nicht.

Manche Salze wiederum werben damit, natriumarm zu sein. Solche Sorten können den Blutdruck leicht senken, bestätigt die Stiftung Warentest. Sie stellte aber bei diesen Produkten einen teilweise etwas bitteren Geschmack fest.

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Warum ist Jod im Salz so wichtig?

Der menschliche Körper kann Jod nicht selbst produzieren und auch nur sehr begrenzt speichern. Jod ist ein essenzielles Spurenelement. Das heißt: Das vom Körper benötigte Jod muss regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden.

Alle Organsysteme des Menschen (insbesondere das Nervensystem) sind auf Jod angewiesen. Jod ist zudem für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur sowie Teilung und Wachstum von Zellen wichtig. Eine Unterversorgung an Jod kann sich durch eine Vergrößerung der Schilddrüse als Kropf bemerkbar machen.

Achten Sie beim Kauf von Salz auf den Jod-Gehalt. Auch Fluorid als Zusatz sei sinnvoll, Extra-Folsäure schade nicht.  Bad Reichenhall zählt zu den Testsiegern.
Achten Sie beim Kauf von Salz auf den Jod-Gehalt. Auch Fluorid als Zusatz sei sinnvoll, Extra-Folsäure schade nicht. Bad Reichenhall zählt zu den Testsiegern. IMAGO/Steinach

Muss gutes Salz teuer sein?

Gutes Salz gibt es schon für wenig Geld, so das Fazit der Stiftung Warentest (test-Ausgabe 1/23). 41 Salze haben die Prüfer getestet, 27 davon erhielten ein „Gut“. 13 sind „befriedigend“ und eines „ausreichend“.

Testsieger und von den Experten für die Alltagsküche empfohlen sind das „AlpenJodsalz + Fluorid und Folsäure“ von Bad Reichenhaller (1,78 Euro pro Kilo) und „Carat Jodsalz mit Fluorid Feinkörnig“ vom Discounter Netto (0,60 Euro pro Kilo). Beide bekamen die Gesamtnote 1,6 – trotz erheblich unterschiedlichem Preis.

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Was hat es mit dem Trend um Fleur de Sel auf sich?

Dürfen Gourmet-Gerichte etwas exquisiter gewürzt werden, greifen Köche gern zu Fleur de Sel. Das ist ein Salz, das sich beim Verdunsten als dünne, zarte Kruste auf der Oberfläche des Meerwassers bildet. Es wird per Hand abgeschöpften und als Finishing-Salz zum Würzen und Garnieren von Speisen verwendet, ist zart und zugleich etwas knusprig. Hier schneidet das „Flor de Sal d’Es Trenc Natural“ aus Mallorca am besten ab (Note 1,7) – Warentest empfiehlt es als edles Zweitsalz.