Eine Rosenkohl-Staude auf einem Feld Imago/Imagebroker

Rosenkohl ist zugleich eine der beliebtesten und eine der unbeliebtesten Wintergemüsesorten. Vor allem bei uns im Osten werden die kleinen Röschen aber gerne verzehrt. Und dabei geht es längst nicht mehr nur um eine verkochte Beilage zu Fleisch, sondern um eine Vielzahl von Gerichten, die aus Rosenkohl gezaubert werden können. Besonders gut schmeckt das Ganze – wer das Glück hat, einen eigenen (Klein-)Garten zu besitzen, wird das unterschreiben –, wenn das Gemüse auch noch selbst angebaut wurde. In diesem Text verraten wir Ihnen, was Sie beim Rosenkohl-Anbau beachten müssen.

Rosenkohl anbauen: Der optimale Zeitpunkt

Der optimale Zeitpunkt, um Rosenkohl anzubauen, ist der April. Dann können sich bis zum Spätherbst ausreichend große Röschen am Strunk entwickeln. Zum Anbau geben Sie den Samen etwa einen Zentimeter in die Erde. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie bereits im März in Saatschalen Setzlinge heranziehen, die Sie dann im April in die Erde geben.

Rosenkohl anbauen: Der richtige Standort

Um richtig wachsen zu können, braucht der Rosenkohl viel Platz, denn was als Samen und Setzling beginnt, wird einmal eine üppige Staude mit reichlich Röschen daran. Gärtner raten daher zu einem Pflanzabstand von 60 Zentimetern. Zudem sollte der Rosenkohl sonnig bis halbschattig wachsen und vor zu starkem Wind geschützt werden. Wichtig: Bevor Sie den Rosenkohl pflanzen, sollten Sie den Boden gründlich auflockern.

Lesen Sie auch: Leckeres Rezept mit Senfsoße: So einfach und schnell peppen Sie Ihren Rosenkohl auf! >>

Rosenkohl ist ein beliebtes Wintergemüse. Imago/Karina Hessland

Lesen Sie auch: Leckeres Rezept für Rosenkohl: Dieses leckere Curry mit Kichererbsen schmeckt fantastisch >>

Und auch auf die Nachbarschaft müssen Sie beim Anbau von Rosenkohl achten. Wenn in unmittelbarer Nähe Kohl, Kartoffeln, Zwiebeln oder Porree wachsen, ist das nicht gut für den Rosenkohl. Es kann aufgrund von Nährstoffkollisionen oder Wurzelausscheidungen zu einem gehemmten Wachstum kommen. Besser für Rosenkohl sind Nachbarn wie Gurke, Buschbohne, Erbse, Sellerie oder Spinat.

Rosenkohl anbauen: Die richtige Pflege

Die Rosenkohl-Setzlinge sollten in den ersten beiden Wochen in der Erde nicht gegossen werden. Dadurch wird ihr Wurzelwachstum angerecht. Danach sollten Sie die Erde stets feucht halten. Im Sommer können Sie den Boden mit einer Mulchschicht vor dem Austrocknen hindern. Zudem müssen Sie darauf vorbereitet sein, dass die Staude bis zum Sommer eine recht hohe Wuchshöhe erreicht hat und gegebenenfalls mit einem Stock gestützt werden muss.

Lesen Sie auch: Rosenkohl und Rotkohl in einem Rezept: DIESER Winter-Auflauf schmeckt einfach himmlisch! >>

Ab Juli sollten die Rosenkohl-Pflanzen zusätzlich mit Nährstoffen versorgt werden, da die Pflanze dem Boden viele Nährstoffe entzieht. Empfohlen werden hier stickstoffreiche Düngermischungen. Sobald die Röschenbildung begonnen hat, können Sie die Pflanze zusätzlich mit Kompost düngen.

Rosenkohl anbauen: Entspitzen und köpfen

Da die Rosenkohl-Pflanze so viele Nährstoffe braucht, sollten Sie auch darauf achten, dass sie an den richtigen Stellen ankommen. Dazu ist es bei vielen Rosenkohl-Sorten sinnvoll, die Stauden zu entspitzen. Heißt: Wenn die Röschen am unteren Ende die Größe einer Haselnuss erreicht haben, kürzen Sie den Haupttrieb einige Zentimeter ein und stellen somit den unteren Röschen mehr Energie zur Verfügung. Auch soll es das Wachstum der unteren Röschen anregen, wenn man sechs Wochen vor der Ernte das oberste Röschen köpft.

Lesen Sie auch: Rosenkohl aus dem Ofen mit Pinienkernen und Feta: DIESES leckere Winter-Rezept kennen Sie sicher noch nicht! >>

Rosenkohl anbauen: Die Ernte

Grundsätzlich kann Rosenkohl von November bis März geerntet werden. Wenn Sie im April aussähen, sind die Röschen aber in der Regel Ende November fertig zum Ernten. Wenn sie etwa die Größe einer Walnuss erreicht haben und noch fest geschlossen sind, ist es so weit. Besonders gut schmecken sie, wenn sie schon einmal Frost abbekommen haben. Während einer Frostphase sollten sie aber nicht geerntet werden.

Apropos Frost: Falls Sie es nicht schaffen, all die Röschen zeitnah zu verspeisen, können Sie den Rosenkohl auch einfrieren. Dann können Sie bis zu einem halben Jahr davon zehren.