Rosenkohl ist bei einigen Menschen sehr beliebt. So können Sie ihn für den Sommer einfrieren. Imago/Cavan Images

An Rosenkohl scheiden sich die Geister. Die einen lieben die kleinen Röschen, die in einigen Regionen Deutschlands auch Kohlsprossen, Sprossenkohl, Brüsseler Kohl oder Brabanter Kohl genannt werden, die anderen hassen dieses Gemüse wie die Pest. Und während zweitere froh sind, dass es frischen Rosenkohl hauptsächlich von Oktober bis Januar gibt, würden die Erstgenannten die kleinen Röschen am liebsten das ganze Jahr essen.

Natürlich gibt es in unserer industrialisierten Welt längst Möglichkeiten, den Rosenkohl auch tiefgefroren zu kaufen. Aber man kann das auch ganz einfach selbst machen. Das ist oft nicht nur günstiger, sondern verbindet einen ganz anders mit seinem Essen. Und so einfach geht es!

Rosenkohl einfrieren – Schritt 1: Blanchieren

Bevor der Rosenkohl eingefroren wird, sollte er blanchiert werden. Das bedeutet, ihn für kurze Zeit in kochendem Wasser über Wasserdampf zu garen. Die Hitze zerstört zum einen unerwünschte Keime und zum anderen werden auch Enzyme abgeschaltet, die die Vitamine im Rosenkohl abbauen. Und davon hat der Rosenkohl reichlich. Neben Vitamin C sind hier vor allem die B-Vitamine 9 und 6 zu nennen, sowie Vitamin K. Außerdem wird auch der Abbau des Chlorophylls gestoppt und der Rosenkohl bleibt schön grün. 

Zum Blanchieren des Rosenkohls putzen Sie die Röschen erstmal: Die äußeren Blätter kommen weg, der Strunk ebenso. Dann wird der Reststrunk kreuzförmig eingeschnitten. Dann nehmen Sie einfach einen Topf mit ungesalzenem Wasser und wenn das Wasser kocht, geben Sie die Röchen hinein. Nach drei Minuten holen Sie die Röschen wieder raus. Damit der Rosenkohl nicht durchzieht, schrecken Sie die Röschen in eiskaltem Wasser ab. Dann muss der Rosenkohl abtropfen.

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Rosenkohl einfrieren – Schritt 2: Ab ins Eis

Wenn der Rosenkohl noch leicht feucht ist, kommen die Röschen auf einem Tablett (mit reichlich Abstand) für 20 Minuten ins Gefrierfach. Dort werden sie dann mit einer dünnen Frostschicht überzogen. 

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Wenn Sie diesen Vorgang mit allen einzufrierenden Röschen durchgeführt haben, können Sie sie zusammen in einen Gefrierbeutel oder eine Frischhaltedose füllen. Jetzt dürfen sie sich auch berühren. 

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So gelagert hält sich eingefrorener Rosenkohl mindestens ein halbes Jahr. Und dann ist es auch nicht mehr so weit zur nächsten Rosenkohl-Saison.

Rosenkohl: Probieren Sie doch mal folgende Rezept-Ideen

Rosenkohl ist vielseitig - und weit mehr als die Beilage, zu der er oft degradiert wird. Machen Sie doch mal eine Rosenkohl-Suppe, oder überbacken sie ihn mit einer leckeren Kartoffelkruste. Auch ein Rosenkohl-Eintopf kann hervorragend schmecken. Oder sie ziehen ihn mit Kartoffeln und Speck durch die Pfanne. 

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