Wenn die Klamotten auch nach der Wäsche noch unangenehm riechen, ist guter Rat teuer. Foto: imago images / agefotostock

Das stinkt gewaltig zum Himmel: Da holt man die frisch gewaschenen Klamotten aus der Waschmaschine – und sie müffeln stärker als vor der Wäsche. Einfach eklig. Doch woran liegt das? Muss wirklich eine neue Maschine her, weil es die alte nicht mehr tut? Oder ist das gar nicht die Lösung für das Problem? Der KURIER hat ein paar bessere Tipps, wie auch bei Ihnen frisch gewaschene Wäsche wieder wie frisch gewaschen riecht. 

Liegt es an der Maschine, wenn Wäsche noch nach dem Waschen müffelt?

Wenn die Wäsche stinkend aus der Waschmaschine oder dem Trockner kommt, ist der erste Impuls oft, die Sachen gleich noch einmal zu waschen. Das mag zwar kurzfristig Abhilfe schaffen, löst das Problem aber langfristig nicht – denn die Ursachen können auch an der Maschine selbst liegen. Denn sie ist es, die den Schmutz aus unserer Kleidung spült. Eigentlich logisch, dass dabei unter Umständen auch Rückstände zurückbleiben. Was helfen kann, ist ein Waschgang bei 95 Grad – der tötet Bakterien ab. Auch chemische Reiniger, die entkalken und den Keimen an den Kragen gehen, sind eine Alternative. Wer es natürlich mag, nimmt Essig für die Waschmaschinen-Reinigung.

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Was können weitere Ursachen sein?

Wer die Wäsche nach dem Schleudergang zu lang in der Trommel liegen lässt, ist daran selber schuld. Die Restfeuchte verdunstet nicht und die Textilien nehmen einen unangenehmen Geruch an, obwohl sie frisch gewaschen sind. In diesem Fall hilft es tatsächlich nur, die Wäsche erneut in der Maschine zu waschen.

Auch möglich: Sie verwenden zu wenig Waschmittel. Die Dosierung orientiert sich natürlich einerseits an der Wäschemenge und der Wasserhärte, aber auch am Verschmutzungsgrad. Nach einer ausgiebigen Sporteinheit – wenn das Trainingszeug vielleicht auch noch über Nacht in der Tasche geblieben ist – brauchen T-Shirts und Co. mehr Waschmittel als ein Hemd, das kaum vollgeschwitzt ist.

Warum riecht das T-Shirt schlechter als die Hose?

Die Hauptursache für schlechte Gerüche sind Bakterien. Und die bleiben an den Kleidungsstücken haften, die wir vollschwitzen. Sind es einzelne Kleidungsstücke, die besonders schlecht riechen und aus denen der Mief scheinbar nicht mehr rauszubekommen ist, hilft eine Vorbehandlung.

Hilft es, mehr Weichspüler zu benutzen?

Weichspüler machen die Wäsche nicht nur weicher, sondern enthalten auch noch Duftstoffe. Und ratzfatz riecht die Kleidung nach einem reinen Blütenmeer. Doch hiermit wird das Problem eigentlich nur überdeckt statt effektiv beseitigt. Versuchen Sie lieber, den Mief loszuwerden, statt ihn zu vertuschen.

Was kann man gegen Wäsche-Mief tun?

Tipp 1: Essig und Zitronensäure. Einfach ein Schnapsglas voll Essig-Essenz zum Waschmittel in die Maschine geben oder einen Spritzer Zitronensäure – das wirkt desinfizierend und gegen schlechte Gerüche. Aber Vorsicht: Zu viel Säure kann die Gummischläuche der Waschmaschine beschädigen. Alternativ behandeln Sie einzelne Kleidungsstücke einfach vor. Dazu wird aus vier Teilen Wasser und einem Teil Essigessenz ein Essigbad hergestellt und das Kleidungsstück mindestens zwei Stunden darin gebadet.

Tipp 2: Hohe Temperaturen und lange Waschzeit. Je höher die Waschtemperatur, desto wirksamer werden Bakterien abgetötet. Die Kleidung also immer so heiß wie möglich waschen. Außerdem wichtig: Das Kurzwaschprogramm nur im Notfall wählen – auch hier wird die Wäsche nicht so sauber wie bei einem langen Waschgang. Auch ein Mehr an Wasser kann kleine Wunder wirken – drücken Sie ab und an mal die Wasser-Plus-Taste vor dem Waschen.

Tipp 3: Hygienespüler aus der Drogerie. Teurer Hygienespüler hilft fast immer gegen schlechte Gerüche – weil er Bakterien und Keime zuverlässig abtötet. Trotzdem gehört er nicht bei jedem Waschgang in die Maschine, weil er nicht gut für die Umwelt ist.