Bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius muss man für Erfrischung sorgen. KURIER gibt Tipps gegen die Hitze.
Bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius muss man für Erfrischung sorgen. KURIER gibt Tipps gegen die Hitze. dpa/Wolfgang Kumm

Es rollen Rekordtemperaturen auf uns zu. Die Rede ist von bis zu 45 Grad im Süden Deutschlands. Aber auch andernorts soll die 40-Grad-Marke geknackt werden. Kaum auszuhalten ist das für den menschlichen Körper. Und die ersten Meteorologen warnen schon: Daran werden wir uns gewöhnen müssen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie wir bei der Schwitze-Hitze einen kühlen Kopf bewahren.

Wenn’s draußen heiß ist, die Wohnung möglichst kühl halten

Frühmorgens, abends und nachts, solange es noch kühl ist, sollte gelüftet werden. Tagsüber helfen verdunkelte Räume dabei, die Hitze gar nicht erst eindringen zu lassen. Es sollte nur gelüftet werden, wenn es unbedingt notwendig ist, also wenn Geruchs- oder Schadstoffe hinausmüssen. Oft hilft es, die Raumluft zu befeuchten, eventuell mit einem Luftbefeuchter oder mit nassen Handtüchern.

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Den Körper vor Überhitzung schützen

Besonders bettlägerige Menschen können der Hitze nicht ausweichen. Sie sollten mit dünner Bettwäsche und leichter Bekleidung versorgt werden, die am besten öfters gewechselt wird. Wenn möglich, sollten keine Inkontinenzhosen, sondern Netzhosen mit Einlagen verwendet werden, um einen Wärmestau zu vermeiden. Auch feuchte Umschläge an Armen, Beinen oder im Nacken sowie kühlende Wassersprays oder kühlendes Abreiben helfen. Kalte Fuß- und Handbäder regen den Kreislauf an.

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Bei großer Hitze besonders viel trinken mit gesunder Abwechslung

Noch mehr als sonst sollte auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Eine gesunde Abwechslung bieten Wasser, Fruchtsaftschorlen, ungesüßte Frucht- oder Kräutertees. Alles gerne kalt, aber nicht eiskalt. Leitungswasser kann mit Früchten, Gemüse und/oder Kräutern aromatisiert werden – ganz ohne Zucker. Auch wasserhaltige Lebensmittel wie Gurke oder Wassermelone können einen (kleinen) Beitrag zum Flüssigkeitshaushalt leisten. Empfohlen ist, etwa jede Viertelstunde ein paar Schlucke oder alle zwei Stunden ein Glas zu trinken – gerne auch gemeinsam. Alkohol und stark gezuckerte Getränke sind allerdings nicht ratsam. Liegen Herz- und Nierenerkrankungen vor, sollte die nötige Trinkmenge mit dem Arzt besprochen werden.

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Leichtes Essen ist bei großer Hitze gut für den Körper

In Hitzezeiten sollten pflegebedürftige Menschen mehrmals am Tag kleine, leichte Mahlzeiten zu sich nehmen. Gut geeignet sind Salate, gedünstetes Gemüse und wasserreiche Rohkost wie Tomaten und Gurken oder auch mageres Fleisch und Fisch. Zum Nachmittagskaffee bietet sich klein geschnittenes Obst wie Wasser- und Honigmelonen, Trauben oder Pfirsiche an. Salzgebäck regt das Durstgefühl an und unterstützt den Salzhaushalt.

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Achtung bei großer Hitze mit Medikamenten

Einige Medikamente können bei Hitze Probleme machen. Wer regelmäßig bestimmte Arzneimittel nimmt, sollte in der Arztpraxis die Hitzeverträglichkeit prüfen lassen. Medikamente müssen auch in besonderer Art und Weise gelagert werden (z. B. kühl und trocken, im Kühlschrank oder nicht über einer bestimmten Temperatur).

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Kühlere Stunden im Freien nutzen

Bei Hitze sollten pflegebedürftige Personen möglichst in der Wohnung bleiben. Für kleine Spaziergänge können die etwas kühleren Stunden am Morgen und am Abend genutzt werden, am besten mit leichter Kopfbedeckung. Schattige Parks, Wälder und Plätze am Wasser bieten natürlichen Sonnenschutz und kühlere Temperaturen. Nützlich für unterwegs sind Kälte-Sofort-Kompressen. Auch Arztbesuche sollten in den kühleren Stunden des Tages vereinbart werden. Im Zweifel kann man um einen Hausbesuch bitten.

Bei großer Hitze auf Warnsignale achten

Bei Anzeichen von Überhitzung oder Austrocknung sollte schnell gehandelt werden. Plötzliche Beschwerden wie Schwindel, Schwäche, schneller Puls, Kopfschmerz, Unruhe oder Verwirrtheit können anzeigen, dass der Körper in eine Mangelsituation rutscht. Pflegebedürftige sollten sofort in kühle Räume begleitet, mit Getränken versorgt und ruhig gehalten werden. Wenn die Symptome anhalten, sollte ärztlicher Rat eingeholt oder notfalls die 112 angerufen werden.