Die Augen zu verschließen vor den Kosten für die Badewanne bringt nichts, am Ende flattert die hohe Rechnung ja doch ins Haus.
Die Augen zu verschließen vor den Kosten für die Badewanne bringt nichts, am Ende flattert die hohe Rechnung ja doch ins Haus. IMAGO/Westend61

Was gibt es schöneres, als einen harten Arbeitstag mit einem gemütlichen Vollbad ausklingen zu lassen? Wenn die lieben Kleinen ausgepowert im Bett friedlich schlummern und Mami endlich Zeit für sich hat, kommt diese kleine Wellness-Auszeit gerade recht. Lieblingsmusik auf die Ohren und rein in die warme Wanne.

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Aber darf man das überhaupt noch in Zeiten der Energiekrise? Oder besser: Kann man sich das überhaupt noch leisten? Wir haben nachgerechnet, was ein Vollbad wirklich kostet – und waren erschrocken. Kleine Vorwarnung: Wenn Sie das lesen, werden Sie der kurzen Dusche gleich so viel mehr abgewinnen können.

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Kosten für eine Badewanne voller warmem Wasser sind enorm

Ja, so ein schaumiges Vollbad ist schon eine Wohltat für Körper und Seele. Für viele (vor allem Frauen) gehörte es in den letzten Jahren (oder Jahrzehnten) vor allem im Herbst und Winter schon fast zum abendlichen Ritual dazu. Doch damit dürfte dank explodierender Kosten für unter anderem warmes Wasser nun Schluss sein. Viele stellen sich die Frage: Was kostet eine Wanne voll warmem Wasser? Hier kommt die erschreckende Antwort.

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Die Kosten für die Badewanne sind so hoch, dass ein Vollbad glatt zum Luxus wird.
Die Kosten für die Badewanne sind so hoch, dass ein Vollbad glatt zum Luxus wird. IMAGO/YAY Images

Generell sollte man für reine Wasserkosten zwischen 0,80 und 1,50 Euro rechnen. Das kommt natürlich auf die Größe der Badewanne an. Der Kubikmeter Wasser kostet durchschnittlich in Deutschland 2 Euro. Dazu kommt noch einmal das Gleiche an Abwasserkosten. Also fallen pro 1000 Liter Wasser etwa 4 Euro an Kosten an. Bei einer durchschnittlichen Wannengröße von 120 bis 150 Litern sind das dann also 0,48 bis 0,60 Euro.

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Fast 4 Euro für ein Vollbad

Die durchschnittliche und angenehme Wassertemperatur einer Badewanne liegt bei 35 bis 38 Grad. Wer mit Gas heizt, hat dafür einen durchschnittlichen Verbrauch von 40 kWh/m³ Wasser (bei ca. 35 Cent je kWh). Bei einer 150 Liter fassenden Badewanne kommen also Heizkosten für 0,15 m³ Wasser dazu, also 6 kWh für 2,10 Euro.

Das macht allein für das warme Wasser der Badewanne schon stolze 2,70 Euro. Vorausgesetzt man lässt kein warmes Wasser nachlaufen, wenn sich die Wannentemperatur abgekühlt hat. Und nur mal so nebenbei, wir haben das auch hochgerechnet: Wer sich einmal in der Woche ein Vollbad gönnt, muss am Ende des Jahres satte 140,40 Euro zahlen, wer zweimal in der Woche badet, schon 280,80 Euro.

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Und: Wer es jetzt noch richtig gemütlich mag, sich für ein Schaumbad einen Badezusatz gönnt, ist noch mal je nach Hersteller rund 1 Euro in der Drogerie los. Dann schlägt ein Vollbad mit 3,70 Euro zu Buche und wird wirklich zum Luxus, den man sich nicht mehr täglich leisten kann.

Wer einen Sparduschkopf installiert, spart mehrere Hundert Euro im Jahr.
Wer einen Sparduschkopf installiert, spart mehrere Hundert Euro im Jahr. Philipp von Ditfurth/dpa

Ist duschen billiger als baden?

Um die Sache rund zu machen, darf man natürlich nicht vergessen, dass auch beim Duschen viel warmes Wasser durch den Abfluss fließt. Ist duschen also wirklich billiger als baden? Das kommt maßgeblich auf die Duschdauer an. Herkömmliche Duschköpfe verbrauchen im Schnitt 12 bis 15 Liter pro Minute. Bei einer 10-minütigen Dusche summiert sich der Wasserverbrauch auf bis zu 150 Liter pro Dusche! Zehn Minuten sind rasch um, besonders wenn Sie das Wasser beim Einseifen oder Shampoonieren weiterlaufen lassen.

Duschen Sie aber nur 5 Minuten, verbrauchen Sie auch nur halb so viel Wasser wie beim Baden und sparen damit auch 50 Prozent der Kosten. Und: Es gibt Sparduschköpfe für weniger als 20 Euro, die man problemlos selbst installieren kann. Dann fließt weniger Wasser pro Minute aus dem Duschkopf (7 bis 9 Liter pro Minute), was man allerdings kaum merkt, weil dieses mit Luft gemischt wird, damit der Druck nicht weniger ist. Das Einsparpotenzial ist also enorm.