Das Energielabel soll Verbrauchern helfen zu erkennen, wie viel oder wenig Strom eine Lampe verbraucht. dpa/Franziska Gabbert

Bei Kühlschränken, Geschirrspülern, Waschmaschinen und Trocknern sind die neuen Energiesparlabels bereits eingeführt, nun werden auch Leuchtmittel umgelabelt. Wer Glühbirnen oder Neonröhren kaufen möchte, findet im Handel ab 1. September umgestaltete Energielabel, auf denen Informationen zum Beispiel zum Stromverbrauch stehen. Es wird nach dem Stichtag dadurch teils nicht mehr möglich sein, die Leuchtmittel mit der bislang besten Energieeffizienz der Klasse A++ wiederzufinden – denn alle diese Produkte werden herabgestuft in die Klassen D bis F.

dpa
Das neue Energieeffizienzlabel für Leuchtmittel hat nur noch die Klassen A bis G. Die bisherigen Plus-Klassen fallen weg.

Für Verbraucher mag diese neue Einteilung zunächst verwirrend sein, sie hat aber einen eigentlich erfreulichen Grund. Die Umstellung war nämlich bei vielen Produkten mit einer Pflicht zur Kennzeichnung mit dem EU-Energielabel nötig geworden, denn die Entwicklungen bei den Geräten hatten die früheren Klassenvorgaben übertroffen. So war aus der einst höchsten Effizienzklasse A schon A+++ geworden. Bei Glühlampen liegt das daran, dass etwa bei einer LED-Leuchte viel weniger Watt benötigt werden, um die Helligkeit einer früheren Glühbirne zu erzeugen.

Beste Leuchtmittel erfüllen Klasse D, zukünftige Lampen sollen noch weniger Strom verbrauchen

Nun werden wieder die alten Einstufungsklassen A bis G eingesetzt, es gibt keine Plus-Klassen mehr. Außerdem verdeutlicht die Neu-Einteilung, dass es noch Entwicklungspotenzial gibt: Zukünftige Leuchtmittel könnten also noch weniger Strom verbrauchen. Bei den Leuchtmitteln bleiben daher zunächst die oberen Klassen frei, die besten Produkte rangieren nach Angaben des Branchenportals Licht.de in Klasse D.

Was passiert aber mit Leuchtmitteln, die noch in den Lagern und Regalen der Händler vorrätig sind? Diesen wird eine Übergangszeit eingeräumt: 18 Monate lang wird es für Verbraucherinnen und Verbraucher möglich sein, beide Labelvarianten im Handel zu finden. Das neue Label hat außerdem einen QR-Code, der über die Smartphone-Kamera oder eine App mit Scanfunktion zu weiteren Informationen in einer europäischen Produktdatenbank führt.