Brokkoli ist ein beliebtes Gemüse. Aber kann man ihn auch noch essen, wenn die Röschen gelb werden? Imago/agefotostock

Wie bei allen anderen Kohlsorten scheiden sich auch beim Brokkoli die Geister. Einige lieben das grüne Gemüse und andere hassen es. Dabei sind die Verwendungsarten nahezu unendlich. Brokkoli schmeckt gut als Beilage zu Fleisch und Fleischersatz, als Grundlage für eine Suppe, im Salat, im Smoothie oder aber im Nudelgericht. Doch was ist, wenn der Brokkoli sich im Kühlschrank plötzlich gelb färbt? Ist er dann noch essbar? Vier Fakten über das leckere Gemüse!

Brokkoli-Fakt 1: Kann ich gelben Brokkoli noch essen?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Jein beantworten! Denn laut dem Bundeszentrum für Ernährung weisen gelbe Röschen am Brokkoli darauf hin, dass „das Gemüse schon älter ist“. Frischer Brokkoli habe demnach immer grüne Blätter und geschlossene grüne bis blaugrüne Röschen. Gelber Brokkoli dürfte daher an Geschmack und auch an Nährstoffen eingebüßt haben. Genießbar ist er laut dem Bundeszentrum für Ernährung aber dennoch. 

Wegschmeißen ist also kein Muss. Stattdessen kann er noch gut in einer Suppe, einem Auflauf oder einem Smoothie verwendet werden. Das würde der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. Um den Brokkoli so lange wie möglich grün zu halten, sollte er wie ein Blumenstrauß in einem Glas mit Wasser gelagert werden.

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Brokkoli-Fakt 2: Ist Brokkoli wirklich so gesund?

Ja. Brokkoli ist so gesund, dass es viele Ernährungsexperten sogar als „heimisches Superfood“ preisen. Der Brokkoli enthält viel Vitamin C, Calcium, Kalium und Carotin. Auch B- und E-Vitamine, Eisen und Zink sind in dem Gemüse enthalten. Brokkoli ist gut für die Haut, fördert die Konzentration, stärkt das Immunsystem und unterstützt die Verdauung. 

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Frauen ernten im Gaza-Streifen Brokkoli. Imago/Zuma-Wire

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Um möglichst viele der Vitamine und Mineralstoffe auch in den Körper zu bekommen, sollte der Brokkoli frisch zubereitet und schonend gegart werden. Allzu langes Kochen ist hier nicht ratsam. Auch dem Geschmack ist das nicht zuträglich.

Brokkoli-Fakt 3: Wo kommt der Brokkoli her?

Der Brokkoli landet längst auf der ganzen Welt in den Kochtöpfen. Ursprünglich kommt er jedoch aus Kleinasien dem Teil der Türkei, der heute unter dem Namen Anatolien bekannt ist. Über Italien verbreitete sich das Gemüse dann über den europäischen Kontinent. Die florentinische Matriarchin Caterina de Medici brachte den Brokkoli erst nach Frankreich und dann nach England, wo er zunächst als italienischer Spargel bezeichnet wurde.

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In Italien gibt es viele Pasta-Gerichte mit Brokkoli. Imago/Panthermedia

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Seinen Siegeszug um die ganze Welt trat der Brokkoli, der sich zeitgleich auch von Kleinasien nach Osten ausbreitete, mit dem US-Präsidenten Thomas Jefferson an, der den Brokkoli zunächst als Versuchspflanze im 18. Jahrhundert in die vereinigten Staaten brachte. 

Heutzutage wird Brokkoli vor allem in den westlichen Mittelmeerländern angebaut, vor allem in der Region um Verona.

Brokkoli-Fakt 4: Was mache ich mit dem Brokkoli-Strunk?

Für viele Gerichte – gerade wenn es um Pasta oder Salate geht – braucht man für die Rezepte vor allem die Röschen und die dünnen Äste des Brokkoli. Doch auch der Strunk ist essbar. Und nicht nur das: Er ist auch geschmackvoll und voller Nährstoffe - genauso wie die Röschen.

Der Brokkoli-Strunk schmeckt übrigens etwas anders als die Röschen und eher ein bisschen wie grüner Spargel. Aus ihm lassen sich zahlreiche Gerichte zaubern. Darunter Suppen, Pürees aber auch Salate. Wichtig ist bei der Verwertung des Strunks, dass er geschält wird und eventuell holzige Stellen entfernt werden. Dann kann er entweder in heißem Wasser weich gekocht oder etwa für einen Salat angebraten werden, nachdem er entweder geraspelt oder in dünne Scheiben geschnitten wurde. 

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Und wenn Sie jetzt richtig Lust auf ein schnelles Brokkoli-Rezept haben, dann probieren Sie doch mal die schnelle Pasta mit gebratenem Brokkoli. Zum Rezept geht es hier.