Ist es besser, morgens oder abends zu duschen? Ärzte geben im KURIER darauf Antworten. dpa/Monique Wüstenhagen

Diese Diskussion spaltet die Gemüter: Ist es besser, abends oder morgens zu duschen? Sie haben diese Diskussion wahrscheinlich schon einmal mit Ihrem Partner oder Ihren Freunden geführt. Und vielleicht ist sie sogar ein wenig hitzig geworden. Denn jeder – sowohl Morgen- als auch Abend-Duscher – hat seine eigene Theorie darüber, warum sein Weg der beste ist. Doch was ist wirklich gesünder?

Argumente gibt es reichlich. Wenn Sie morgens etwas Wichtiges erledigen müssen, kann eine kühle Dusche helfen, Ihren Körper und Geist zu aktivieren, damit Sie in Schwung kommen – sagen die einen. Eine warme Dusche kann am Abend helfen, sich zu entspannen, indem man den Tag im wahrsten Sinne des Wortes abwäscht – sagen die anderen.

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Morgens duschen vs. abends duschen: Beides hat Vor- und Nachteile

Eine morgendliche Dusche stimuliert und kann helfen, Bett-Kopfschmerzen zu bekämpfen. Aber wer abends duscht, reinigt sich auch vom Schmutz des Tages und kriecht sauber in sein frisch bezogenes Bett. All diese Punkte sind berechtigt. Aber ist es wirklich gesünder oder wissenschaftlich erwiesen, dass das eine oder andere mit besseren Ergebnissen verbunden ist?

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Für die meisten Menschen „gibt es keinen großen Unterschied oder Beweis dafür, dass eines von beiden besser ist“, sagt Amesh A. Adalja, Arzt für Infektionskrankheiten, in Bezug auf das Abwaschen von Keimen.

Er betont aber auch, dass die perfekte Tageszeit zum Duschen letztendlich davon abhängt, was man beruflich macht. „Wenn Sie Nachtschicht auf einer Müllhalde arbeiten, würden Sie morgens nicht duschen wollen, wenn Sie nach Hause kommen?“, fragt er rhetorisch und liefert die Antwort hinterher: „Wer sichtbar verschmutzt ist, sollte sich unabhängig von der Tageszeit reinigen.“

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Wann man am besten duscht, hängt von ganz persönlichen Faktoren ab. dpa/Christin Klose

Wann sie duschen, hängt für die meisten Menschen auch davon ab, wann sie schwitzen. „Für Menschen mit Akne oder zu Akne neigender Haut ist es wichtig, die Haut nach dem Schwitzen und körperlichen Aktivitäten zu reinigen“, erklärt Gary Goldenberg, klinischer Assistenzprofessor für Dermatologie im Online-Magazin Self. Für Menschen, die einen sehr aktiven Lebensstil haben oder bei der Arbeit schwitzen, empfiehlt er daher, abends zu duschen.

Morgens und abends duschen kann auch eine Option sein

Wer nachts zum Schwitzen neige, sollte morgens duschen, sagt er. „Es geht darum, Schweiß, Bakterien und Schadstoffe von der Haut zu entfernen“, meint Goldenberg. „Dadurch beugt man Hautinfektionen und -irritationen sowie Akne vor.“

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Eine im European Journal of Applied Physiology and Occupational Physiology veröffentlichte Schlafstudie ergab, dass Menschen, die abends geduscht oder gebadet haben, in den ersten drei Stunden ihres Schlafes weniger häufige Körperbewegungen hatten als diejenigen, die vor dem Schlafengehen nicht duschen waren. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Bad oder eine Dusche vor dem Schlafengehen die Schlafqualität verbessert“, schlussfolgerten die Forscher. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Sie Schwierigkeiten haben, einen guten Schlaf zu bekommen, könnte eine abendliche Dusche das Richtige für Sie sein.

Und wenn Sie jetzt immer noch (oder jetzt erst recht) hin- und hergerissen sind, ob Sie nun abends oder morgens duschen sollen: „Es ist in Ordnung, zweimal täglich zu duschen, solange die Haut nicht trocken wird“, sagt Dr. Goldenberg. Vorausgesetzt, Sie finden die Zeit dafür ...