Hackerangriffe auf Handys nehmen rasant zu.
Hackerangriffe auf Handys nehmen rasant zu. dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Glauben Sie ja nicht, Ihnen kann so etwas nicht passieren! Immer häufiger werden Menschen Opfer von Online-Kriminalität. „Phishing, Smishing and Vishing“ – das sind betrügerische Nachrichten über Internet, SMS oder Telefon – nehmen rasant zu. Bei einem Viertel der Online-Betrugsschäden waren mobile Apps demnach das Einfallstor für die Angreifer. KURIER erklärt, wie Sie sich schützen können.

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Mit der zunehmenden Verbreitung von Bezahl-Apps geht nach einer US-Analyse eine ebenso schnell steigende Zahl von Hackerangriffen auf Handys und Tablets einher. Nach Daten des auf Cybersicherheit spezialisierten Unternehmens Lexis Nexis Risk Solutions wird in Deutschland, Frankreich und den baltischen Staaten mittlerweile ein knappes Viertel aller finanziellen Transaktionen über Mobilgeräte abgewickelt, fast zehn Prozent mehr als vor Beginn der Corona-Pandemie. 

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Online-Zahlungen sicherer, aber nicht sicher

Die EU-Zahlungsrichtlinie PSD2 und die damit verbundene Verschärfung der Log-in-Vorschriften haben Online-Zahlungen und -Überweisungen zwar sicherer gemacht, aber nicht narrensicher, schreiben die Autoren. Ein Grund dafür ist demnach die Zunahme des „Social Engineering“.

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Beim „Social Engineering“ werden menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Angst oder Respekt vor Autorität ausgenutzt, um Personen geschickt zu manipulieren. Beispiele sind Kriminelle, die sich als Vorgesetzte, in Not geratene Familienangehörige oder Kollegen in der IT-Abteilung des Arbeitgebers ausgeben. Cyber-Kriminelle verleiten das Opfer auf diese Weise beispielsweise dazu, vertrauliche Informationen preiszugeben, Sicherheitsfunktionen auszuhebeln, Überweisungen zu tätigen oder Schadsoftware auf dem privaten Gerät oder einem Computer im Firmennetzwerk zu installieren.

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Seien Sie wachsam im Internet, rechnen Sie jederzeit mit Hackangriffen und Phishing-Attacken!
Seien Sie wachsam im Internet, rechnen Sie jederzeit mit Hackangriffen und Phishing-Attacken! imago/imagebroker

Und wie kann man sich nun vor solchen Phishing-Attacken schützen? Das Problem ist: Betrügerische E-Mails sehen oft täuschend echt aus. Die Verbraucherzentrale rät deshalb: Wenn Sie aber auch nur den geringsten Zweifel haben oder nicht einschätzen können, ob eine E-Mail echt ist oder nicht, fragen Sie beim Anbieter nach. Aber Achtung: Antworten Sie nicht direkt auf die verdächtige E-Mail. Suchen Sie sich zum Beispiel im Internet Kontaktdaten heraus.

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Warnsignale von Phishing-Mails

Hellhörig sollten Sie werden, wenn eine E-Mail in fehlerhaftem Deutsch geschrieben ist. Wenn Sie via E-Mail aufgefordert werden, ganz dringend und innerhalb einer bestimmten (kurzen) Frist zu handeln, sollten Sie ebenfalls stutzig werden. Insbesondere, wenn diese Aufforderung mit einer Drohung verbunden ist. Sie werden aufgefordert, persönliche Daten sowie möglicherweise PIN oder Tan einzugeben. Geldinstitute werden so etwas niemals telefonisch oder per E-Mail tun. Das ist eine der wesentlichen Sicherheitsregeln. Und auch wer eine Datei öffnen soll, sollte vorsichtig sein.

Wenn Sie eine E-Mail als Betrugsversuch identifiziert haben, klicken Sie nicht auf Links und öffnen Sie keine Dateianhänge. Löschen Sie die E-Mail und sperren Sie die Absenderadresse.

So schützen Sie sich vor Hackerangriffen per App

Um sich vor Angriffen durch und über Apps zu schützen, sollten Sie regelmäßig Updates der Firmware durchführen. So bleibt das Smartphone stets auf dem neusten Sicherheitsstand. Generell ist es ratsam, Apps nur über die üblichen App Stores zu installieren. Ist das nicht der Fall, können sie Viren enthalten.

Auch wichtig: Verbinden Sie sich nur mit passwortgeschützten Wlans. Surfen Sie über ein öffentliches Wlan, haben Hacker ein leichtes Spiel, sich Zugang zu Ihren Handydaten zu verschaffen. Auch Bluetooth stellt eine Sicherheitslücke dar. Schalten Sie es besser aus, wenn Sie es nicht nutzen.