In welchen Müll kommen eigentlich Taschentücher nach der Benutzung?
In welchen Müll kommen eigentlich Taschentücher nach der Benutzung? Imago/Westend61

Die Infektionszeit ist in vollem Gange: Corona, Grippe, einfache Erkältungen. Wohl jeder kennt gerade mindestens eine andere Person, die schnieft, hustet oder über Halsschmerzen klagt. Entsprechend dürften Taschentücher gerade extrem viel genutzt werden. Doch in welchen Müll kommen sie eigentlich, wenn man sie so richtig schön vollgeschnoddert hat? Da gibt es nur eine Möglichkeit: den Restmüll.

Lesen Sie auch: Bei Mandarine und Orange: Kann ich die weiße Haut mitessen? >>

Benutzte Taschentücher kommen in den Restmüll

Eigentlich bestehen Taschentücher aus Zellstoff und würden sich hervorragend im Papiermüll machen, um ihrerseits wieder recycelt zu werden. Doch mit benutzten Taschentüchern – und nur die werden schließlich weggeworfen – sollte anders verfahren werden. Schließlich sind diese oft mit Schleim verunreinigt, der Viren und andere Erreger in sich trägt.

Lesen Sie auch: Darf mein Urlaubsanspruch wirklich verfallen? >>

Lesen Sie auch: Nach der Weihnachtsbaum-Attacke: WARUM wir jetzt die „Letzte Generation“ doch lieben sollten>>

Während diese Keime im Restmüll alsbald verbrannt werden, kämen sie im Papiermüll (oder auch in den allermeisten Biotonnen) nicht direkt ins Feuer. Stattdessen werden diese Abfälle aufbereitet. In der Zwischenzeit werden sie gelagert und das oft unter Bedingungen, die die Vermehrung der Keime unterstützt. Das kann für die Arbeiter durchaus zur Gefahr werden.

Drei große Mülltrennungsirrtümer

1. Pizza-Kartons gehörten (meistens) nicht in den Papiermüll: Natürlich sind Pizza-Kartons aus Pappe. Doch für den Papiermüll sind sie nur in den seltensten Fällen etwas. Nämlich nur dann, wenn sie nicht zu stark verschmutzt sind. Eine Pizza hinterlässt oft Soße oder Öl. Sehen Kartons so aus, sollen sie lieber in den Restmüll. Saubere Karton-Teile wie etwa Deckel können aber im Papiermüll recycelt werden.

Lesen Sie auch: Der Klassiker mal anders: Rustikaler Kartoffelsalat mit Bacon – das geniale Rezept nicht nur für Heiligabend! >>

In aller Regel gehören Pizzakartons nicht ins Altpapier.
In aller Regel gehören Pizzakartons nicht ins Altpapier. Imago/Jochen Tack

Lesen Sie auch: Horoskop für heute: Dienstag, der 20. Dezember 2022! Das bringt der Tag – laut Ihrem Sternzeichen >>

2. Glas wird strikt getrennt: Viele Menschen haben schon einmal den Mythos gehört, dass es sich nicht lohne, Glas zu trennen, da bei der Müllabfuhr ohnehin alles vermischt werde. Doch das ist nicht korrekt. Die Müllfahrzeuge sind mit Kammern für grünes Glas sowie Weiß- und Braunglas ausgerüstet. So landet das Altglas zuverlässig nach Farben getrennt in den dafür vorgesehenen Behältern. Geht dem Verbraucher übrigens doch mal ein Wurf daneben, kann das eine automatische Sortieranlage wieder richten. Übrigens: Haben Sie bunte Flaschen, etwa rot oder blau, dann geben Sie diese in den Grünglas-Container. 

Lesen Sie auch: Dank True Crime-Podcast: Zwei Männer kommen nach 25 Jahren im Knast frei! >>

3. Alte CDs gehören nicht in die gelbe Tonne: Das Zeitalter der CDs und DVDs neigt sich dem Ende zu. Entsprechend werden diese Datenträger auch immer wieder bei Umzügen oder Haushaltsauflösungen aussortiert. Da sie sich auch auf dem Flohmarkt immer schlechter verkaufen lassen, werden sie auch immer öfter entsorgt und landen dabei immer wieder in der gelben Tonne, deren Inhalte den CDs schließlich immerhin ähneln. Doch das ist ein Trugschluss. CDs sind aus Polycarbonat, einem hochwertigen Kunststoff, der leicht zu recyceln ist. Daher sollte er nicht mit anderen Kunststoffen vermischt werden. Besser ist, Rücknahmesysteme in Technikmärkten zu nutzen. In Berlin nehmen auch die Recyclinghofe der BSR CDs unentgeltlich an.