Sie können das Wasser beim Entlüften auch mit einem Glas auffangen. Mit einem Tuch ist es sicherer.
Sie können das Wasser beim Entlüften auch mit einem Glas auffangen. Mit einem Tuch ist es sicherer. IMAGO/Imagebroker

Der Heizkörper wird nicht richtig warm, ein Gluckern ist zu hören, wenn Sie den Thermostat aufdrehen? Dann ist ganz sicher Luft in der Heizung. Das Entlüften lohnt sich. Bis zu 15 Prozent Energie können Sie so sparen, wenn Sie es richtig machen. 

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Ein bis zwei Mal im Jahr die Heizung im Haus zu entlüften, das sollten Sie sich zum Standard machen. Es lässt sich nämlich kaum vermeiden, dass sich Luft im Heizungssystem sammelt. Es gibt auch Ventile, die Ihnen diese Arbeit ersparen und die Heizung automatisch entlüften. Sie sparen angeblich sogar 20 Prozent Energie ein.

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Es macht aber auch nicht viel Mühe, die Heizung per Hand zu entlüften. Tun sie das nicht, kann das warme Wasser nicht überall in den Heizkörper fließen und es bleibt zumindest teilweise kalt. Mit diesen Tipps ist das Entlüften schnell gemacht. 

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Einfache Entlüftungsschlüssel gibt es für wenig Geld.
Einfache Entlüftungsschlüssel gibt es für wenig Geld. IMAGO/Panthermedia

Heizung richtig entlüften – in wenigen Schritten

Wird Ihre Heizung nur teilweise oder gar nicht warm, heißt die Ursache fast immer:  Es ist Luft in der Heizung! 

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Das Wirkprinzip der Heizkörper ist ganz einfach: Normalerweise steigt heißes Wasser in die Rohre. Befindet sich darin jedoch zu viel Luft, nimmt sie den Platz im Heizkörper ein. Für das Wasser ist zu wenig Raum. Folge: Es bleibt kalt. Die Heizung muss entlüftet werden.

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Diese Arbeit kann jeder selbst erledigen. Es braucht dafür nicht mal handwerkliches Geschick.

Wichtig zu wissen: Fast alle Heizungen lassen sich am Heizkörper entlüften. Aber eben nicht alle. Suchen Sie oben am Heizkörper nach einem Entlüftungsventil mit Vierkantstift. Ist es vorhanden, dann können Sie die Heizung auch mit einem Standard-Entlüftungsschlüssel entlüften. 

Heizung entlüften – so geht es:

Drehen Sie zunächst alle Heizungen im Haus auf die maximale Temperatur auf. Dann warten Sie ca. 15 Minuten.

Anschließend drehen Sie das Thermostat am Heizkörper zu und halten ein saugfähiges Tuch vor das Entlüftungsventil. Achtung, dort wird gleich Wasser herausspritzen - und das soll auch so sein. Vorsicht, das Wasser ist oft extrem schmutzig. Es kann hässlichen Flecken an Wand und Möbeln verursachen. Gerade wenn Sie noch nicht so oft entlüftet haben, decken Sie empfindliche Flächen besser vorher ab.

Jetzt brauchen Sie einen Entlüftungsschlüssel. Den bekommen Sie in jedem Baumarkt und im Internet – oft für weniger als einen Euro. Drehen Sie mit dem Schlüssel das Ventil vorsichtig und langsam (!) gegen den Uhrzeigersinn auf. Nicht mehr als maximal eine halbe Umdrehung.

Sie werden spüren, wie Luft entweicht. Nach einigen Sekunden (abhängig davon, wie viel Luft im Heizsystem ist) folgt dann Wasser. Wenn keine Luft mehr kommt, drehen Sie das Ventil schnell wieder fest zu. Ein paar Tropfen Wasser fangen Sie mit dem Tuch auf. 

So gehen Sie Heizkörper für Heizkörper ab. Wichtig: Beginnen Sie mit der Heizung, die sich am nächsten zum Heizkessel befindet. Von dort aus arbeiten Sie sich dann von den unteren Stockwerken nach oben durch. Der letzte Heizkörper sollte folglich der am weitesten vom Heizkessel entfernte sein. 

Anschließend werden Sie unmittelbar spüren, dass es wieder überall mollig warm wird. Und das mit deutlich weniger Energieverbrauch.