Manche haarige Angewohnheiten sollte man überdenken – seiner Mähne zuliebe.  Foto: dpa/Roland Weihrauch

Eine tolle Frisur, gesunde Haare – und schon strahlt mal schon fast von allein übers ganze Gesicht. Doch wenn für Ersteres zumindest im Moment nach dem totalen Corona-Lockdown die Friseure wieder offen haben, kann man für letzteres nur seine eigenen Gewohnheiten anpassen. Denn was viele nicht wissen, ist, dass sie ganz unbewusst ihrer Mähne richtig schaden. Lesen Sie mal, welche haarigen Marotten Sie schnell über Bord werfen sollten.

Mit nassen Haaren ins Bett

Vor dem Schlafengehen noch schnell unter die Dusche springen und dabei gleich die Haare waschen. Klingt auch angesichts der noch frischen Temperaturen draußen logisch, sich nicht den Kopf zu waschen, bevor man nach draußen rennt. Aber Vorsicht: Wer meint, sich anschließend mit nassen Haaren ins Bett legen zu können – weil Föhnen ja schließlich nicht gut für die Haare ist – der täuscht sich. Nasse Haare sind besonders empfindlich. Geht man mit feuchtem Haar ins Bett, kann durch die konstante Reibung am Kopfkissen Spliss entstehen.

Besser: Die Haare einige Stunden vor dem zu Bett gehen waschen. Danach: Haare anföhnen und offen trocknen lassen, bevor man sich schlafen legt.

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Mit offenen Haaren schlafen

Wer seinen Haaren so richtig was Gutes tun will, lässt sie über Nacht einfach offen. Schließlich werden sie dadurch nicht an einer Stelle durch den Gummi gestresst. Stimmt – stimmt aber auch nicht! Denn: Wer seine langen Haare nachts offen lässt, ist meist total zerzaust, wenn er aufsteht. Und dieses Chaos auf dem Kopf dann wieder in geordnete Bahnen zu lenken, ist auch nicht so gut für die Haare.

Besser: Machen Sie einen lockeren Zopf oder Dutt. Wer seine Mähne zusammenbindet, ohne den Gummi dabei auf volle Spannung zu bringen, spart sich das Wirrwarr am Morgen und schont seine Haare am effektivsten.

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Trockenshampoo als Shampoo-Ersatz

Die Zeit ist knapp, man muss sie sich gut einteilen. Da greift man gern auf kleine Tricks und Zeitsparer zurück. Haare ausschließlich mit Trockenshampoo zu pflegen, ist aber keine gute Idee – egal, wie schnell das vermeintlich geht. Häufiger als dreimal hintereinander sollte man so ein Produkt nicht als Ersatz für die nasse Haarwäsche verwenden. Eine richtige Haarwäsche mit Wasser und Shampoo muss die Haare und Kopfhaut von Schmutz, Schweiß und den Rückständen von Styling-Produkten befreien.

Besser: Trockenshampoo nur als das verwenden, was es ist: eine Styling-Hilfe. Waschen Sie Ihre Haare regelmäßig. Experten empfehlen: Langes Haar sollten Sie etwa alle zwei bis drei Tage waschen. Bei kurzen Haaren reicht es zweimal in der Woche.

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Nasse Haare flechten

Wow, sieht das schön aus, wenn man nasse Haare zu einem Zopf flicht und sie erst wieder aufmacht, wenn das Haar trocken ist. Oder besser: Man flicht gleich mehrere kleinere Zöpfe. Die natürliche Welle ist ein echter Hingucker. Blöd nur, dass kaputte Haare mit diesem Trick nicht zu retten sind. Im Gegenteil, weil diese Marotte die Haare richtig schädigt. Der Grund: Weil nasse Haare besonders empfindlich sind, tut es ihnen gar nicht gut, durch einen Flechtzopf unnötig ausgeleiert zu werden. Die Haare stehen dabei unter Dauer-Spannung. Gar nicht gut!

Besser: Haare erst flechten, wenn sie trocken sind. Und den Flechtzopf nicht über Nacht im Haar lassen.

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Von oben nach unten Bürsten

Es schein absolut logisch und ist für die meisten Menschen gelebter Alltag: Haare werden von oben nach unten gekämmt. Andersherum geht doch auch gar nicht. Oder doch? Logisch ist: Kämmt man die langen Haar vom Ansatz an, ziehen sich kleine Knötchen nach unten hin immer fester. Im schlimmsten Fall gehen sie gar nicht mehr raus. Dann hilft nur noch die Schere.

Besser: Erst von unten beginnend feine Knoten im Haar entwirren. Tasten Sie sich Stückchenweise nach oben. Erst zum Schluss werden die Haar vom Ansatz her durchgekämmt.