Neue Rezeptur bei Ferrero

Hätten Sie’s gedacht? DIESE eklige Zutat war bis vor kurzem in Schokobons

Kinder Schokobons sind für viele eine schöne Kindheitserinnerung. Dabei verdanken sie ihren Glanz einer umstrittenen Zutat. Und sind damit nicht die Einzigen.

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Schokobons glänzen auch ohne Plastikverpackung. Doch wo kommt dieser Glanz her?
Schokobons glänzen auch ohne Plastikverpackung. Doch wo kommt dieser Glanz her?Laurie Dieffembacq/BELGA/dpa

„Schokobons sind klein und rund. Mit einem Haps sind sie im Mund“ – die beliebten Kinder Schokobons von Ferrero mögen wir genau so, wie sie sind. Was wenige wissen: Die umstrittene Zutat, die die Süßigkeit bisher zum Glänzen gebracht hat, ist Schellack – ein Ausscheidungsprodukt von Läusen!

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E904: So heißt Schellack in der Zutatenliste der Schokobons. Schellack ist die Firma, die den Inhaltsstoff verarbeitet und unter anderem an Ferrero weiterverkauft. Was das überhaupt ist, wussten bisher hauptsächlich Vegetarier. Die tierische Laus-Herkunft bedeutet nämlich, dass sie Schokobons nicht essen konnten. Das ändert sich jetzt: Das neue Rezept ist endlich vegetarisch.

Schokobons: Ferrero verzichtet jetzt auf Läuse

Der Grund, warum Ferrero das Schokobon-Rezept jetzt geändert hat, ist ausgerechnet ein EU-Gesetz, das entschieden hat, dass bestimmte Insekten in Lebensmitteln verarbeitet werden dürfen. Seltsam? Nicht unbedingt. Auf einmal guckten sich Kunden die Inhaltsstoffe genau an und merkten: Hier sind ja Insekten drin!

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Ferrero reagiert und ersetzt seit neuestem Schellack mit einer vegetarischen Zutat. Wer auf Schellack verzichten will, sollte trotzdem erst mal vorsichtig sein. Denn aktuell sind vereinzelt ältere Produkte in den Supermarkt-Regalen zu finden, die E904 noch als Inhaltsstoff aufführen.

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Nicht nur in Schokobons ist Schellack

Wer keine Insekten in seinen Lebensmitteln mag, sollte aufpassen: Denn Schokobons sind nicht die einzige Süßigkeit mit Schellack! Auch in M&Ms oder den bunten Kakaolinsen von Milka ist der Stoff zu finden. Und mit der neuen EU-Verordnung werden es sicher mehr.

Die beruhigende Botschaft aber zuletzt: Auch wenn es eklig klingt, die Inhaltsstoffe sind natürlich trotzdem essbar – sonst würden sie nicht zugelassen werden. Die Entscheidung, ob man die Schellack-überzogenen Süßigkeiten weiterhin essen möchte, ist also nur eine Frage des Ekels oder eben des Vegetarierseins. Auf Schokobons müssen wir jetzt glücklicherweise so oder so nicht mehr verzichten.