Seine Bettwäsche sollte man alle zwei bis vier Wochen wechseln. Es gibt aber einen Trick, wie man das Bett wochenlang frisch duften lassen kann. IMAGO/Westend61

Gehören Sie zu denen, die ein frisch bezogenes Bett so sehr lieben, dass Sie die Bettwäsche alle paar Tage wechseln? Oder können Sie sich an Ihren letzten Bettwäsche-Tausch kaum noch erinnern? Machen Sie Ihr Bett jeden morgen ordentlich? Oder bleibt die Bettdecke zerknüllt auf der Matratze liegen? Und was machen all diese Entscheidungen mit der Hygiene in unserm Bett? Viele Fragen, KURIER hat Antworten – und gibt wichtige Tipps rund um das Thema Bett machen und neu beziehen.

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Sollte man direkt nach dem Aufstehen das Bett machen?

„Besser nicht“, sagt Claudia Wieland vom Fachverband Matratzen-Industrie. „Am besten schlägt man erst mal die Bettdecke zurück. So kann Feuchtigkeit von der Nacht aus der Matratze und aus dem Bettzeug gut an die Raumluft übergehen. Das ist hauptsächlich Schweiß, den wir beim Schlafen abgeben. Danach sollte man gut stoßlüften – die Feuchtigkeit gelangt darüber aus dem Schlafzimmer.“

Wer sein Bett nach dem Lüften dann ordentlich macht, sollte auf eins aber verzichten: Eine dicke Tagesdecke. Denn die verhindert, dass Luft an die Matratze kommt – und begünstigt das Wohlfühlklima für Bakterien und Pilze.

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Wie oft sollte man die Bettwäsche wechseln?

Experten empfehlen, die Bettwäsche im Sommer mindestens alle zwei Wochen, im Winter wenigstens alle vier Wochen zu wechseln. Aber es gibt Ausnahmen, wann das Bettzeug eher getauscht werden sollte: Wer viel schwitzt, wer nackt schläft oder seine Tiere mit im Bett hat, sollte seine Bettwäsche einmal wöchentlich wechseln. Das gilt auch, wenn man gerade eine Erkältung oder eine andere Virus-Erkrankung durchmacht.

Wichtig: Waschen Sie die Bettwäsche richtig! Während man Baumwolle, Mikrofaser und Renforcé bei 60 Grad waschen sollte, genügen bei Seersucker, Satin und Leinen bereits 40 Grad.

Was kann man tun, damit das Bett länger wie frisch bezogen riecht?

Vergessen Sie teure Reiniger oder Duftsprays. Mit simplen Hausmitteln verschaffen Sie sich im Nu frischen Duft im Bett. Zum einen benötigen Sie Backpulver, zum anderen – wenn Sie möchten – etwas ätherisches Öl. Es geht aber auch ohne.

Denn das Backpulver saugt üble Gerüche auf. Mischen Sie – wenn Sie mögen – ein ätherisches Öl Ihrer Wahl in einer Schüssel mit Backpulver. Je nach Matratzen-Größe brauchen Sie ca. fünf Packungen Backpulver und wenige Tropfen Öl. Das Backpulver sorgt dafür, dass das Öl auf der Matratze keine Flecken hinterlässt. Wenn Sie unter Schlafproblemen leiden, empfiehlt sich Lavendel-Öl, weil Lavendel beruhigt.

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Füllen Sie das Backpulver dann in ein Sieb. Verteilen Sie das Backpulver gleichmäßig über der gesamten Matratze. Lassen Sie das Backpulver auf der Matratze mindestens eine Stunde einwirken. Entfernen Sie das Backpulver mit einem Staubsauger.

Regelmäßig sollte die Matratze mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Wer vorher Backpulver auf dem Bett verteilt, lässt es wochenlang frisch duften. imago/Panthermedia

Wann ist es Zeit für eine neue Matratze?

Genau wie das Kopfkissen, ist die Matratze nicht für die Ewigkeit gedacht. Beides wird mit der Zeit zum echten Pfui-Artikel. Schließlich wälzen wir uns in der Nacht unzählige Male hin und her, verteilen dabei unsere Hautschuppen im Bett. Unser Bettzeug ist eine wahre Brutstätte für Milben, die die feuchte Umgebung lieben und sich von Hautschuppen ernähren. Daher herrschen in der Matratze die perfekten Bedingungen, damit sich die Milben vermehren.

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Man sollte sich das „Eigenleben“ besser nicht bildlich vorstellen. „Aus hygienischen Gründen sollten Sie die Matratze etwa alle 8 bis 10 Jahre austauschen“, empfiehlt die Stiftung Warentest. Das gilt übrigens auch, wenn man sie regelmäßig mit dem Backpulver-Trick behandelt. Das Kissen sollte übrigens alle zwei bis drei Jahre getauscht werden.