Gelbe Flecken im Kopfkissen sind eine eklige Angelegenheit – aber es gibt Abhilfe. IMAGO / Westend61

Wann haben Sie zum letzten Mal Ihr Kopfkissen gewaschen? Sie meinen, ein neuer Bezug reicht für die Hygiene? Vergessen Sie’s! Das Kissen wird mit der Zeit zum echten Pfui-Artikel. Es ist eine wahre Brutstätte für Milben. Man sollte sich das „Eigenleben“ besser nicht bildlich vorstellen. Wenn dann noch gelbe Flecken auf dem Kopfkissen dazukommen, wird es richtig eklig. Aber keine Sorgen: Wir verraten Ihnen, wie Ihr Kissen im Nu wieder wie neu erstrahlt.

Wo kommen die gelben Flecken im Kopfkissen her?

Achtung, diese Info ist nichts für schwache Nerven! Die gelben Flecken auf Ihrem Kopfkissen sind eine Mischung aus Schweiß und Sabber. Denn das Kissen nimmt einen Teil der Körperfeuchtigkeit des Schläfers auf. Gelbe Flecken sind deshalb nicht nur unhygienisch, sondern können auch unangenehm riechen. Wenn wir Ihnen jetzt noch sagen, dass Sie sich Nacht für Nacht auf Millionen von krabbelnden Milben betten, werden Sie wohl nicht mehr ins Bett kriechen, bevor Sie das Kissen gereinigt haben. Die erschreckende Statistik sagt: Nach zwei Jahren haben sich so viele abgestorbene Milben und Milbenkot im Kissen gesammelt, dass das rund ein Zehntel der Füllung ausmacht. Widerlich!

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Wie entfernt man gelbe Flecken im Kopfkissen am besten?

Genug geekelt, jetzt wird gehandelt. Sie müssen Ihr Kopfkissen nicht gleich entsorgen. Eine gründliche Reinigung (mindestens zweimal im Jahr) tut es auch! Um gelbe Flecken auf dem Kissen wegzubekommen, reicht eine einfache Wäsche in der Maschine allerdings nicht aus. Sie müssen das Kopfkissen vorbehandeln. Mischen Sie einige Esslöffel Marseiller Seife (gibt es in Flocken) in einem Liter heißem Wasser auf. Geben Sie ein kleines Glas Essig dazu. Nun weichen Sie das Kissen einige Stunden in der Mischung ein (zum Beispiel in einem Eimer). Waschen Sie das Kissen anschließend in der Maschine.

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Kann man Kopfkissen in der Maschine waschen?

Kopfkissen sollte man immer nach Hersteller-Vorgaben waschen. Denn jedes Kissen besteht aus unterschiedlichen Materialien. Mikrofaserstoffe vertragen eine höhere Temperatur. Bei 60 Grad überleben Milben nicht mehr. Ein Daunenkissen lässt sich meistens bei 40 bis 60 Grad im Fein- oder Wollwaschprogramm in der Waschmaschine waschen. Auch mit der Hand kann man es gut waschen. Auf keinen Fall sollte man hier Vollwaschmittel und Weichspüler verwenden, da sonst die Füllung verklumpen könnte. Generell gilt: Kopfkissen brauchen in der Waschmaschine viel Platz und sollten daher einzeln gewaschen werden.

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Das Kopfkissen ist eine wahre Brutstätte für Milben und sollte regelmäßig gereinigt werden. IMAGO / agefotostock

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Was muss man beim Trocknen der Kopfissen beachten?

Die meisten Kissen kann man bei einer geringen Grad-Zahl im Trockner trocknen. Wenn das laut Hersteller geht, sollte man es auch tun. Denn so vermeidet man, dass Restfeuchtigkeit im Kissen bleibt, was zu Schimmel führen kann. Wichtig: Das Kissen vor dem Trocknen (und nach Möglichkeit auch zwischendurch) aufschütteln, damit die Füllung nicht verklumpt und sich gleichmäßig im Bezug-Inneren verteilt. Tipp: Geben Sie einen Tennisball mit in den Trockner, damit die Füllung gut durchgeknetet und trocken wird.

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Wie bekommt man einen anhaltenden Frischeduft in sein Kopfkissen?

Sie haben eine Sprühflasche zu Hause, mit der man normalerweise empfindliche Pflanzen bewässert? Wunderbar! Die brauchen Sie nämlich, um Ihrem Kopfkissen einen anhaltenden Frischekick zu verpassen.  Mischen Sie einen halben Liter Wasser mit einem Esslöffel Natron und fünf bis zehn Tropfen ätherischem Öl. Wer unter Schlafstörungen leidet, nimmt Lavendelöl – das beruhigt und hilft gegen Stress. Nun das Kopfkissen rundherum mit der Mischung benetzen, trocken lassen, fertig! Wetten, dass Sie in einem sauberen, gut duftenden Kopfkissen gleich doppelt so gut schlafen werden?