Der Gaspreisdeckel würde jeden deutschen Haushalt spürbar entlasten.
Der Gaspreisdeckel würde jeden deutschen Haushalt spürbar entlasten. IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Kommt er oder kommt er nicht? Der Gaspreisdeckel ist in aller Munde. Kein Wunder, würde er jedem deutschen Haushalt doch eine deutliche Entlastung in der Energie-Krise bringen. Der Gaspreis könnte ab März für 80 Prozent des jeweiligen Vorjahresverbrauchs auf 12 Cent je Kilowattstunde gedeckelt werden. Aktuell zahlen Verbraucher durchschnittlich 19,7 Cent je Kilowattstunde. Das Verbraucherportal Check24 hat ausgerechnet: So viel Geld sparen Singles, Paare und Familien – wenn der Gaspreisdeckel wirklich kommt. Spoiler: Es geht um vierstellige Beträge.

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Singles würden dank Gaspreisdeckel 308 Euro sparen

Für einen Singlehaushalt geht das Vergleichsportal von einer 50-Quadratmeter-Wohnung aus. Der Singlehaushalt, der rund 5000 kWh zum Heizen mit Gas braucht, zahlte dafür vor einem Jahr 421 Euro. Jetzt würden, 19,7 Cent je Kilowattstunde zugrunde gelegt, 985 Euro fällig. Der Gaspreis erhöht sich damit theoretisch um mehr als das Doppelte.

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Und genau hier soll der Staat eingreifen. Wenn ab März 2023 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs auf 12 Cent je Kilowattstunde gedeckelt werden würden, würde der Single satte 308 Euro sparen, zahlt also nur noch 677 Euro. Das ist zwar immer noch deutlich mehr als im Vorjahr, aber dennoch eine spürbare Entlastung.

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739 Euro Sparpotenzial für Paare dank Gaspreisdeckel

Auch Paare profitieren. In der Beispielrechnung für die jährlichen Kosten für einen Paar-Haushalt gehen die Statistiker von einer 100-Quadratmeter-Wohnung aus. Für das Heizen mit Gas müssen Zwei-Personen-Haushalte richtig tief in die Tasche greifen. Denn: 12.000 kWh brauchen sie laut Check24. Die kosteten vor einem Jahr 839 Euro. Nun liegt der Preis bei 2364 Euro. Macht also einen Mehraufwand von 1525 Euro.

Doch auch hier könnte der Gaspreisdeckel ab März 2023 greifen. Mit einer Deckelung von 80 Prozent des Verbrauchs auf 12 Cent je Kilowattstunde würde der Paar-Haushalt laut Check24 739 Euro sparen. Bleibt ein Mehraufwand von noch 786 Euro. Aber: Immerhin fast die Hälfte der gestiegenen Kosten dank der Gaspreis-Explosion gingen zulasten des Staates.

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Eine Deckelung des Gaspreises für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs auf 12 Cent je Kilowattstunde steht im Raum.
Eine Deckelung des Gaspreises für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs auf 12 Cent je Kilowattstunde steht im Raum. IMAGO/Political-Moments

Familien würden Gaspreisdeckel am deutlichsten spüren: 1232 Euro Entlastung möglich

Die deutlichste Entlastung könnten Familien spüren. Wobei sie dennoch den größten Teuer-Schock erleben. In der Beispielrechnung wird vom Leben in einem Einfamilienhaus (ca. 180 Quadratmeter) ausgegangen, das beheizt wird. Fürs Heizen mit Gas wurde für den Vergleich ein Verbrauch von 20.000 kWh angegeben. Von 1306 Euro im Vorjahr steigt der Preis hier auf 3940 Euro.

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Würde nun der Gaspreisdeckel für 80 Prozent des Verbrauchs gelten, könnten Familien satte 1232 Euro im Jahr sparen. Ihre jährliche Mehrbelastung fürs Heizen würde damit von 2634 Euro auf 1402 Euro sinken.