Eine Frau streicht sich durch die Haare. Fettige Haare sind für viele Menschen ein Problem. Imago/Yay-Images

Gerade im Winter ist das ein Problem: Da kommt man mal zwei oder drei Tage nicht dazu, seine Haare zu waschen und trägt dazu vielleicht auch noch Mütze, und schon sehen die Haare strähnig und fettig aus. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, denn nicht alle Menschen neigen gleichermaßen zu fettigen Haaren. Unangenehm ist es in einer Öffentlichkeit, die sehr auf das Äußere bedacht ist aber dennoch. Mit diesen einfachen Tricks sagen Sie fettigen Haaren den Kampf an.

Warum werden Haare überhaupt so schnell fettig?

Das liegt an den zahlreichen Talgdrüsen, die sich auf unserer Kopfhaut und an unseren Haarwurzeln befinden. Der Talg macht die Kopfhaut geschmeidig und schützt sie vor dem Austrocknen. Außerdem bildet der leicht säuerliche Talg einen Säureschutzmantel der Haut, der verhindert, dass Keime, Bakterien, Viren und andere schädliche Substanzen durchdringen können. Eine fettige Kopfhaut ist also normal und sogar gut für uns Menschen – nur wenn der Talg in die Haare kommt, sieht es eben oftmals nicht gut aus.

Richtiges Haarewaschen gegen fettige Haare

Wenn Sie allein schon beim Haarewaschen auf einige Dinge achten, vermeiden Sie, dass ihre Haare schnell wieder nachfetten. Dazu sollten Sie beim Haarewaschen auf allzu heißes Wasser verzichten und lieber lauwarmes Wasser nehmen. Ist es zu heiß, regt das nur die Talgproduktion an. Zudem sollten Sie nach dem Waschen ihre Haare lieber an der Luft trocknen lassen, statt zu föhnen. Die heiße Föhnluft reizt die Kopfhaut und das regt die Talgproduktion an.

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Haare sollten nicht mit zu heißem Wasser gewaschen werden. Imago/addictive stock

Talgdrüsen umtrainieren gegen fettige Haare

Wenn Sie mal einige Tage nicht unter Menschen treten müssen - oder es Ihnen nichts ausmacht, von ihnen mit fettigen Haaren gesehen zu werden, kann auch das eine Option sein: Waschen Sie Ihre Haare ruhig mal eine ganze Woche nicht. Dabei fetten die Haare zwar richtig durch, aber die Talgdrüsen auf der Kopfhaut werden auch umprogrammiert. Denn, wenn Sie alle zwei Tage oder gar täglich Haare waschen, gewöhnen sich die Drüsen daran, in kurzen Intervallen viel Talg zu produzieren und das macht die Haare fettig. Machen Sie mal eine Woche Pause kann das zu einem Umlernen führen.

Kamillentee gegen fettige Haare

Kamille beruhigt nicht nur den Magen nach einem schweren essen, sie beruhigt auch die Talgdrüsen auf der Kopfhaut und sorgt so für weniger strähniges Haar. Geben Sie dafür einfach vier Beutel Kamillentee in einen Liter heißes Wasser und lassen alles abkühlen. Nach dem Waschen benutzen Sie den noch lauwarmen Tee als Spülung. Achtung: Der Tee wird nicht wieder ausgewaschen, sondern bleibt in den Haaren.

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Auch Kamillentee kann bei fettigen Haaren helfen. Imago/Shotshop

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Backpulver gegen fettige Haare

Was wäre diese Liste ohne den Haushalts-Alleskönner Backpulver? Nichts! Wobei diese Methode zugegeben nicht ganz so nachhaltig ist, wie die vorangegangenen. Mischen Sie dafür einen Esslöffel Backpulver mit drei Esslöffeln Wasser und massieren Sie diese Paste in ihr feuchtes Haar ein. Nach ein paar Minuten spülen Sie alles mit warmem Wasser aus. Dann mischen sie zwei Esslöffel weißen Essig in einen Liter Wasser und gießen das über Ihre Haare, um nach dem basischen Backpulver den pH-Wert der Kopfhaut wieder auszugleichen.

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Richtige Ernährung gegen fettige Haare

Auch die richtige Ernährung kann fettigen Haaren entgegenwirken. Wie auch bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sind süße Nahrungsmittel und Getränke ein echter Trigger. Sie kurbeln die Talgproduktion an und sorgen für fettige Haare. Eine fettarme und ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse beugen Sie fettigen Haaren hingegen vor. Auch ausreichend Wasser zu trinken soll helfen.