Die Herbstsonne ist gnadenlos: Steht sie auf dem Fenster, sieht man schnell, wenn sich beim Putzen Schlieren oder Streifen gebildet haben. Aber es geht auch ohne – und das ist gar nicht schwer. imago stock&people

Der letzte Regen hat seine traurigen Spuren auf Ihren Fenstern hinterlassen. Und der vorletzte. Und der davor. Von innen konkurrieren fettige Fingerabdrücke mit dem Schmutz von außen darum, wer den Durchblick besser verwehrt. Ohne Zweifel: Es ist mal wieder Zeit fürs Fensterputzen! Damit das stress- und streifenfrei und zügig über die Bühne geht, haben wir Ihnen ein paar nützliche Tipps zusammengestellt. 

Welche Rolle spielt das Wetter beim streifenfreien Putzen der Fenster?

Kein Witz: Das Wetter kann maßgeblichen Anteil daran haben, ob man seine Fenster streifenfrei putzt oder nicht. Denn ist es zu grau, sieht man eventuelle Streifen nicht. Knallt die Sonne auf die Scheiben, trocknet das Reinigungsmittel zu schnell und hinterlässt Schlieren.

Perfekt eignet sich also ein leicht sonniger Tag oder tiefstehende Sonne. So können Sie das Putzergebnis direkt kontrollieren und ärgern sich nicht, wenn es das nächste Mal sonnig ist. Denn wer gleich nachpoliert, muss das Putzzeug nicht ein zweites Mal aus dem Schrank rausholen.

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Welchen Putzlappen sollte man fürs streifenfreie Fensterputzen verwenden?

Ein absolutes No-Go sind Küchenschwämme für den Fensterputz. Wer mit einem kratzigen Schwamm die Scheiben reinigt, hat hinterher kratzige Scheiben. Wie doof! Besser: Verwenden Sie weiche Lappen, die – Achtung, ganz wichtig! – nicht mit Weichspüler gewaschen sind. Denn dann sind Streifen und Schlieren vorprogrammiert. 

Zum Polieren eignet sich ein beliebtes Hausmittel: ein altes Stück Zeitung! Knüllen Sie es zusammen und putzen Sie über die Stellen, an denen bisher noch Streifen sind. 

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Welches Putzmittel macht Fenster streifenfrei?

Sie können viel Geld in teure Werbeversprechen investieren. Streifenfreier als mit Hausmitteln bekommen Sie Ihre Fenster damit aber nicht. Bewehrt hat sich ein Gemisch aus Wasser mit ein paar Tropfen Spülmittel und etwas Spiritus. Damit bekommen Sie ihre Fenster streifenfrei geputzt.

Wie oft sollte man Fenster putzen?

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zum letzten Mal Ihre Fenster geputzt? Wenn das länger als zwei Monate her ist, sollten Sie mal wieder zum Putzlappen greifen. Denn wer zu den Faulpelzen gehört, die nur zweimal im Jahr – meist einmal im Frühling und einmal im Herbst – für Durchblick sorgen, putzt effektiv auch nicht weniger. Profis sagen: Wer alle zwei Monate Fenster putzt, hat weniger schmutzige Scheiben, der Dreck sitzt nicht so fest und das Fensterputzen geht deutlich schneller.

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Keine Panik vor dem Fensterputz: Mit einfachen Tricks geht das problemlos und sogar streifenfrei.  imago images/MITO

Welche Hausmittel helfen für streifenfreie Fenster?

Für das perfekte Putzmittel haben wir Spülmittel und Spiritus schon erwähnt. Letzteres haben Sie nicht zu Hause, wollen aber direkt loslegen? Kein Problem, Sie können es auch durch Essig oder Zitronensaft ersetzen. Beides wirkt gegen den Kalk im Leitungswasser – denn der ist es, den wir später als Streifen wahrnehmen (oder eben nicht).

Sollten die Scheiben sehr fettig sein (Eltern von kleinen Kindern wissen Bescheid), hilft eine Tasse schwarzer Tee, aufgebrüht mit zwei Teebeuteln und zehn Minuten ziehen gelassen. Den Tee einfach zum Putzwasser geben. Die Gerbstoffe wirken fettlösend.

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Streifenfrei Fenster putzen: Schritt für Schritt

Rahmen säubern: Ersparen Sie sich den Fehler, den Rahmen zum Schluss zu putzen. Dass dabei dreckiges Wasser auf die Fenster spritzt, ist eigentlich nur logisch. Säubern Sie den Rahmen von innen nach außen und tauschen Sie zu stark verschmutztes Wasser regelmäßig aus. 

Grober Schmutz: Fensterputzen ist nicht gleich Fensterputzen. Sind die Scheiben stark verschmutzt, muss man zunächst den groben Schmutz entfernen. Dazu innen und außen die Scheiben mit einem gewöhnlichen Putzlappen vom Dreck befreien. Danach die Fenster gründlich abziehen oder trockenwischen. Erst jetzt beginnt die eigentlich Arbeit für die Mission „Streifenfrei“.

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Abzieher verwenden: Natürlich kann man die Scheiben auch mit einem fusselfreien Tuch oder Küchenpapier trocken kriegen. Besser eignet sich aber ein Abzieher. Die Profis machen es vor: Den Abzieher vom oberen Fensterrand in schlangenförmigen Linien von links nach rechts die Scheibe herunterziehen. So erwischen Sie alle Stellen und sind schnell fertig. 

Nachpolieren: Vor allem Fensterputz-Anfänger (und die, die das viel zu selten tun) müssen nach der Reinigung der Fenster nachpolieren. Dazu eignet sich die angesprochene Zeitung am besten. Auch ein Mikrofaserlappen tut gute Dienste. Omas Tipp: Eine alte Damenstrumpfhose nimmt auch feinste Schmutzpartikel auf und sorgt für Durchblick.

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Gardinen waschen: Wenn Sie schon dabei sind, sauber zu machen: Waschen Sie auch Ihre Gardinen! Das gibt dem geputzten Fenster den letzten Schliff und sorgt dafür, dass nicht nur die hereinscheinende Sonne ein Wohlfühlfaktor ist, sondern auch der Duft frische gewaschener Wäsche.