Bitte nicht wegschmeißen! Kaffeesatz ist ein richtig wertvoller Pflanzen-Dünger. IMAGO/Shotshop

Bitte nicht wegschmeißen! Was nach dem Aufbrühen im Filter oder in der Kaffeekanne übrig bleibt, ist kein nutzloser Müll. Denn der Kaffeesatz der rund sieben Kilo Kaffeebohnen, die jeder Deutsche jährlich im Schnitt verbraucht, enthält Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie nützliche Antioxidantien. Das haben Forscher nachgewiesen. Gartenexperten empfehlen deshalb oft, das ausgelaugte Pulver als Pflanzennahrung zu nutzen. Wir verraten, was Kaffeesatz als Blumendünger wirklich taugt und wie es geht.

Lesen Sie auch: Orchideen pflegen für tolle Blüten: Diese drei Profi-Tipps sollten Sie unbedingt beachten >>

Warum ist Kaffeesatz ein guter Blumendünger?

Die Huminsäure, die beim Rösten der Kaffeebohne entsteht, sorgt für einen leicht sauren pH-Wert des Kaffeesatzes. Kaffeesatz wirkt also leicht bodenversauernd und reichert die Erde außerdem mit Humus an. Der im Kaffeesatz enthaltene Stickstoff sorgt für starkes Blattwachstum, Phosphor regt Blütenbildung und Fruchtreife an. Kalium ist für den Zellaufbau und die Stabilität der Pflanze wichtig.

Lesen Sie auch: Weihnachtsstern retten mit Profi-Tipps: So bringen Sie ihn wieder zum Blühen >>

Kann man alle Pflanzen mit Kaffeesatz düngen?

Vor allem Pflanzen, die sauren, humosen Boden lieben, lieben auch Kaffeesatz im Boden. Zu ihnen gehören Hortensien, Rhododendren und Kamelien. Kaffeesatz-Dünger eignet sich auch für Obst- und Gemüse-Pflanzen wie Gurke, Tomate, Zucchini oder Heidelbeeren und Erdbeeren. Auch für viele Topfpflanzen ist Kaffeesatz ein toller Dünger.

Lesen Sie auch: Königin der Weihnachtszeit: So pflegt und gießt man die Amaryllis für eine prachtvolle Blüte >>

Welche Pflanzen sollte man nicht mit Kaffeesatz düngen?

Achtung: Es gibt auch Pflanzen, denen Kaffeesatz als Dünger regelrecht schadet. Frühlingsblüher wie Krokusse, Narzissen oder Tulpen bevorzugen einen kalkhaltigen Boden – da droht beim Einsatz von zu viel Kaffeesatz eine Übersäuerung des Bodens. Auch einige Gemüsesorten, etwa Kohl oder Zwiebeln, reagieren empfindlich.

Wie verwendet man Kaffeesatz richtig als Blumendünger?

Der Kaffeesatz sollte getrocknet werden, damit sich keine Schimmelsporen bilden. Denn mit jedem einzelnen Filter Kaffee raus in den Garten zu laufen, wird sich kaum lohnen. Wenn Sie ein paar Hände voll Kaffeesatz zusammengesammelt haben, kann er im Garten oder auf dem Balkon auf den Pflanzen verteilt werden.

Lesen Sie auch: Was fressen eigentlich fleischfressende Pflanzen? Wie pflegt man sie richtig? Tipps fürs Wachsen und Gedeihen >>

Wichtig: Streuen Sie den Kaffeesatz in die Nähe der Wurzeln und arbeiten Sie ihn in die Erde ein. Alternativ können Sie ihn auch mit Mulch abdecken. Liegt der Kaffeesatz einfach nur auf dem Boden, zersetzt er sich schnell und bringt kaum Nutzen.

Den Kaffeesatz gibt man wurzelnah auf den Boden zur Pflanze und arbeitet ihn dann mit einer Harke ein. IMAGO/Martin Bäuml Fotodesign

Wie verwendet man Kaffeesatz für Zimmerpflanzen richtig?

Wenn Sie ihre Topf- oder Balkonpflanzen mit Kaffeesatz düngen wollen, tun Sie das am besten direkt beim Umtopfen. Mischen Sie ein paar Hände voll Kaffeesatz unter die neue Blumenerde. Das reichert sie mit Nährstoffen an.

Lesen Sie auch: Vogelfutter selbst machen: Drei Rezepte und Ideen, wie Sie Vögel im Winter füttern können >>

Kann man auch Kaffee pur als Blumendünger verwenden?

Das geht. Lassen Sie den Kaffee abkühlen, vermischen Sie ihn mit Wasser und gießen Sie ihn in die Zimmerpflanzen.