Der miese Betrug bei Ebay kann leider jeden treffen.
Der miese Betrug bei Ebay kann leider jeden treffen. IMAGO/Rüdiger Wölk

Auf Betrüger falle ich nicht herein – denken die meisten. Trotzdem haben Abzocker im Internet oft leichtes Spiel. Und eine neue Masche auf Ebay Kleinanzeigen ist besonders perfide – es kann jeden treffen. KURIER verrät, wie der sogenannte Dreiecks-Betrug auf Ebay funktioniert und wie Sie sich schützen können.

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Wie funktioniert der Dreiecks-Betrug auf Ebay?

Das Schlimme an der neuen Betrugsmasche auf Ebay: hier sind weder Käufer noch Verkäufer der Betrüger. Die Abzocke passiert über einen eigentlich unabhängigen Dritten.

Und so läuft der Betrug ab: Der Verkäufer stellt eine Anzeige bei Ebay-Kleinanzeigen ein – beispielsweise für ein gebrauchtes Handy. Der Betrüger entdeckt diese Anzeige, klaut alle Daten und Fotos und erstellt eine identische Anzeige. Zeitgleich meldet er beim Verkäufer Interesse an und bittet, das Handy zu reservieren.

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Er lässt sich die Kontodaten des Verkäufers geben, bezahlt aber nicht. Sowie er eine Anfrage auf seine eigene Anzeige bekommt, leitet er die Kontodaten des ursprünglichen Verkäufers weiter. Der Käufer ahnt nichts von dem Betrug, zahlt den Preis auf das Konto.

Daraufhin verschickt der ursprüngliche Verkäufer das Handy – allerdings an den Betrüger, der ihm seine Adresse mitgeteilt hat. Wenn der Käufer nach einer Weile stutzig wird, weil er keine Ware bekommen hat, ist der Betrüger längst über alle Berge mit dem Handy.

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Wirklich schützen kann sich gegen die neue Betrugsmasche auf Ebay nur der Käufer.
Wirklich schützen kann sich gegen die neue Betrugsmasche auf Ebay nur der Käufer. IMAGO/Bihlmayerfotografie

Wie kann man sich gegen den Betrug auf Ebay schützen?

Solchen Betrügern kann jeder aufsitzen. Wichtig ist, dass Sie bei Geschäften, die Sie über Ebay oder Ebay- Kleinanzeigen nicht persönlich abwickeln, bei denen Sie auf Versand angewiesen sind, eine sichere Zahlmethode wählen. Dazu eignet sich zum Beispiel PayPal mit Käuferschutz. Da der ursprüngliche Verkäufer, dem Sie das Geld überwiesen haben, keinen Versand an Sie nachweisen kann, bekommen Sie den Betrag in der Regel erstattet.

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Eine andere Option: Ebay bietet seit 2020 die Option „Sicheres Bezahlen“. Dafür zahlt der Käufer eine Gebühr in Abhängigkeit von der vereinbarten Kaufsumme. Für den Verkäufer ist die Nutzung der Funktion kostenlos. „Sicher bezahlen“ sorgt dafür, dass der Käufer das Geld zurückerhält, falls die Ware nicht ankommt oder stark von der Beschreibung abweicht.

Was kann man tun, wenn man bereits Opfer des Betruges auf Ebay geworden ist?

Wenn Sie über PayPal oder die Ebay-Funktion „Sicheres Bezahlen“ bezahlt haben, können Sie Ihr Geld zurückholen. In jedem Fall sollten Sie den Betrug melden. Als Verkäufer hat man leider schlechte Karten, steht im schlimmsten Fall ohne Geld und ohne Ware da.