Deutsche Verbraucher zahlen im internationalen Vergleich die höchsten Strompreise. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das tut weh im Portemonnaie: Deutsche Verbraucher zahlen im internationalen Vergleich die höchsten Strompreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Preisanalyse von 135 Ländern, die das Vergleichsportal Verivox mit den Daten des Energiedienstes Global Petrol Prices durchgeführt hat. Seit der Jahrtausendwende hat sich der Strompreis hierzulande demnach mehr als verdoppelt. Die Preisdaten zeigen: Strom ist in Deutschland durchschnittlich 163 Prozent teurer als im Rest der Welt. 32,10 Cent pro Kilowattstunde müssen deutsche Verbraucher aufbringen – im internationalen Durchschnitt sind es nur 12,22 Cent. Der KURIER erklärt Ihnen, wie Sie trotzdem nicht arm werden und mit kleinen Tricks beim Strom ordentlich sparen können.

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Mit Stromanbieter-Hopping jährlich Boni kassieren

Stromanbieter-Hopping ist ein beliebtes Hobby unter Schnäppchenjägern. Generell gilt: Der Weg weg vom Grundversorger ist immer sinnvoll und spart mitunter mehrere Hundert Euro. Weil zum einen die tatsächlichen Kosten pro Kilowattstunde geringer ausfallen und zum anderen meist bei Aktionen Bonusrabatte gewährt werden.

Letzteres ist auch die Idee hinter dem jährlichen Wechsel. Viele Stromanbieter locken mit einem Neukundenbonus und einer Preisbindung für sechs oder zwölf Monate. Erlischt diese, wechselt man zum nächsten Anbieter und sackt den nächsten Neukundenbonus ein.

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Aber Vorsicht: Zu Tarifen mit besonders günstigen Konditionen und hohen Bonuszahlungen sollte man sich nur dann hinreißen lassen, wenn man sicher ist, dass man rechtzeitig ans Wechseln denkt. Denn bei solchen Angeboten ist die Masche immer gleich: Im zweiten Jahr springt die Stromrechnung um einen zweistelligen Prozentsatz in die Höhe.

Stromfresser identifizieren

Mit einfachen Verhaltensänderungen können Sie bereits viel Strom einsparen – nämlich bis zu 50 Prozent. Meist gibt es den einen oder anderen Energiefresser im Haus. Um den zu finden, können Sie den Stromverbrauch einzelner Geräte mit einem Strommessgerät messen. „Vergleichen Sie den gemessenen Stromverbrauch mit einem neuen, energieeffizienten Modell im Handel“, rät die Verbraucherzentrale, die solche Geräte in ihren Beratungsstellen kostenlos verleiht. „Den Jahresstromverbrauch können Sie einfach beim Energieeffizienzlabel am Gerät ablesen. Oft kann sich der Austausch Ihres Altgerätes trotz eines höheren Kaufpreises finanziell schnell auszahlen.“

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Strom sparen im Alltag

Sie haben Ihren Drucker, den Computer und die Lautsprecherbox an einer Steckerleiste mit Kippschalter angeschlossen? Wunderbar. Dann nutzen Sie diesen auch. Nur wenn er nicht mehr leuchtet, wird auch wirklich kein Strom mehr verbraucht. Denn all diese Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus Strom. Auch für Fernseher, DVD-Player und Sound-System macht eine Steckerleiste mit Schalter absolut Sinn.

Auch wichtig: Ersetzen Sie Glüh- und Halogenlampen durch LED. Sie verbrauchen sogar noch weniger Energie als Energiesparlampen. Die Anschaffungskosten einer LED-Birne (ca. 3 Euro) zum Ersatz einer 60 Watt Glühbirne haben sich schon nach gut einem Monat amortisiert, im Jahr sparen Sie pro solch einer Lichtquelle fast 25 Euro (ca. 5,5 Stunden Leuchtdauer täglich angenommen).