Der Schnitt im Frühling sichert langfristig eine prächtige Rosenblüte. Andrea Warnecke/dpa

Was gibt es Schöneres als ein prächtiges Rosenbeet, das man im Sommer im eigenen Garen bestaunen und genießen kann? Doch von nichts kommt nichts. Man muss die Rosen schon richtig pflegen. Und sie zum richtigen Zeitpunkt zurückschneiden. Wann der ist und was man beachten sollte, verraten wir in unseren Tipps für Hobbygärtner.

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Wann sollten Rosen zurückgeschnitten werden?

Rosen sind empfindliche Gewächse. Wer sie nicht gefährden will, sollte daher im Frühling nicht zu früh zur Schere für den Rückschnitt greifen. Sie könnten sonst erfrieren.

Als Beginn des Rückschnittzeitraums könnte man eigentlich den Frühlingsbeginn nennen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Weder das mit dem Wetter einhergehende Frühlingsgefühl noch die Daten, die der Mensch gesetzt hat, geben zuverlässig an, wann es warm genug und vor allem frostfrei ist. Vielmehr ist beides abhängig von der Witterung des jeweiligen Jahres. Und die ist immer etwas anders.

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Woher weiß man, wann der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt der Rosen ist?

Wer wissen will, wann er seine Rosen zurückschneiden kann, orientiert sich am besten an einer sogenannten Zeigerpflanze des phänologischen Kalenders: der Forsythie. Wenn Forsythien in Ihrem oder in Nachbars Garten zu blühen anfangen, beginnt in der jeweiligen Region der sogenannte Erstfrühling. In Rheinland-Pfalz erblühen die Forsythien meist im März, im Schwarzwald erst Ende April, berichtet Heiko Hübscher, Gärtnerischer Leiter des Rosengartens Zweibrücken.

Hübscher rät daher, trotzdem noch ein Auge auf den Wetterbericht zu haben – und im Zweifel lieber etwas länger zu warten. So riskiert man kein Erfrieren der Rosenknospen im Frost. Richtig zu spät kann man mit dem Schnitt kaum sein. Der Rosenprofi hat auch schon testweise erst Mitte Mai zur Schere gegriffen. „Und diese Rosen haben trotzdem schon am 20. Juni geblüht – dann blühen sie bei uns in Zweibrücken immer“, berichtet Hübscher.

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Der Rückschnitt der Rosen sollte ungefähr zur Zeit der Forsythienblüte erfolgen. Früher könnten die Rosen sonst Frostschäden erleiden. Andrea Warnecke/dpa

Warum sollte man Rosen zurückschneiden?

Wer seine Rosen zurückschneidet, schneidet mitunter auch einige Knospen ab. Da kann einem leicht das Gärtnerherz bluten. Doch es hilft nichts – und man tut der Pflanze was Gutes, wenn man sie zurückschneidet. „Der Schnitt ist nötig und er ist keine Brutalität an den Pflanzen. Denn die Rosen werden mit jedem Jahr anfälliger für Krankheiten – und irgendwann auch zu hoch“, erklärt Heiko Hübscher.

„Wird der Stock zu hoch, treiben unten keine Knospen mehr aus. Dann hat man dort nur noch Laub oder die Rose wird unten ganz kahl“, meint Heiko Hübscher. Ein regelmäßiger Schnitt kann die Lebenserwartung einer Rose erhöhen – auf 25 bis 50 Jahre.

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Wie viel sollte man bei Rosen abschneiden?

Das kommt auf die Rosensorte an und wird vom Züchter vorgegeben. Beim Kauf steht in der Regel auf dem kleinen Schild an der Pflanze, wie hoch sie maximal werden sollte.

Idealerweise schneidet man etwa 0,5 bis einen Zentimeter über einer nach außen zeigenden Knospe ab, erklärt die Hessische Gartenakademie. Wird zu dicht an diesem sogenannten Auge gekappt, kann es verletzt werden oder in der Folge austrocknen. Geschnitten wird schräg nach oben, so kann Regenwasser schneller ablaufen. Das reduziert die Infektionsgefahr mit Pilzen und Bakterien.

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