Besonders bei Kindern muss man auf eine gute Zahnhygiene achten.
Besonders bei Kindern muss man auf eine gute Zahnhygiene achten. imago stock&people

Sobald sich die ersten kleinen weißen Höckerchen im Mund des Babys zeigen, ist klar: Nun müssen die Zähne geputzt werden. Mit gut einem halben Jahr bekommen die meisten Säuglinge die ersten Beißerchen. Damit Karies im Kindermund keine Chance hat, braucht es jetzt eine ausgiebige Zahnputz-Routine. Und das fängt meistens mit einer guten Kinderzahnpasta an. Doch die ist laut Stiftung Warentest gar nicht leicht zu finden.

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Von einer Kinderzahnpasta erwarten Eltern vor allem zwei Dinge: dass sie die Zähne der Kleinen gut vor Karies schützt und keine schädlichen Stoffe enthält. Doch nur wenige Produkte erfüllen diesen Anspruch. Von 21 Kinderzahnpasten, die die Stiftung Warentest untersucht hat, bekamen neun die Note „mangelhaft“. Nur drei Zahnpasten bewerteten die Tester als „gut“ oder „sehr gut“ (Ausgabe 8/2022).

Der Testsieger überzeugt auf allen Linien

Am meisten überzeugen konnte dabei die Kinder-Zahnpasta von Elmex (Note 1,1), gefolgt von der Kinderzahnpasta Meine Freundin Conni/Feuerwehrmann Sam von Signal (Note 1,2). Auf dem dritten Platz landete die Kids Zahnpasta Frozen/Cars von Oral-B (Note 1,8). Letztere soll nach Angaben des Herstellers allerdings eingestellt werden.

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Und die restlichen Produkte? Aus zwei Gründen bekamen die schlechtere Noten. Grund eins: der Fluoridgehalt. In neun der Kinderzahnpasten steckte dem Urteil der Tester nach nicht genug Fluorid. Dieser Inhaltsstoff legt sich wie ein Schutzfilm um den Zahn und schützt vor Karies. Einige Pasten verzichten sogar vollständig auf Fluorid und setzen auf andere Stoffe, um die Zähne zu schützen – darunter Hydroxylapatit. Laut Stiftung Warentest ist die Studienlage allerdings dünn, was dessen Wirksamkeit betrifft.

Kinder dürfen und sollen ihre Zähne selbst putzen – bis sie mindestens sieben oder acht sind, sollten Eltern aber nachhelfen.
Kinder dürfen und sollen ihre Zähne selbst putzen – bis sie mindestens sieben oder acht sind, sollten Eltern aber nachhelfen. proDente e. V./dpa-tmn/Peter Johann Kierzkowski

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Zu viel Farbstoff in der Kinderzahnpasta

Der zweite Grund für Punktabzug bei vielen Produkten: Titandioxid. In etwa jeder zweiten Kinderzahnpasta wurde der Farbstoff nachgewiesen. Laut den Warentestern kann nicht ausgeschlossen werden, dass Titandioxid das Erbgut schädigt. Für die Tester ist somit klar: Eine Kinderzahnpasta, in der Titandioxid steckt, kann keine gute Gesamtnote bekommen – auch wenn sie genug Fluorid enthält.

Sie haben alles versucht und Ihr Kind will trotzdem nicht die Zähne putzen? – Nicht aufgeben, es gibt verschiedene Möglichkeiten, es vom Zähneputzen zu überzeugen! Das raten die Zahnarzt-Experten von Budde & Maddson:

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So putzt Ihr Kind gerne Zähne

Die besten Tipps und Tricks

  • Fiktive Figuren ausdenken: Der Zahnteufel muss weggeputzt werden.
  • Kalender mit Aufklebern (wenn geputzt, gibt es einen Aufkleber), Belohnung z. B. nach zehn Tagen morgens und abends putzen
  • Elektrische Zahnbürste kaufen
  • Kind dabei ablenken: Geschichte vorlesen, zusammen Zahnputzlieder singen
  • Musik-Zahnbürste
  • Zeit messen: Sanduhr stellen
  • Handpuppe motiviert (hält Zahnbürste fest)
  • Zähnen Namen geben (damit das Kind sie vor dem Zahnteufel retten kann)
  • Auch Kinderbücher über das Thema können schnell Abhilfe schaffen.

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