In der „Capsule Wardrobe“ hängen nur 37 Kleidungsstücke pro Jahreszeit. Foto: imago images / Westend61

Kennen Sie den Film „100 Dinge“ mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz? Zwei Männer reduzieren ihr Leben auf ein Minimum. Welche 100 Dinge im Leben sind wirklich unverzichtbar? 37 davon gehören nach Ansicht von Experten in den Kleiderschrank. Wer sie aber hat, kann sich sicher sein, nie schlecht gekleidet das Haus zu verlassen. „Capsule Wardrobe“ heißt der Trend. Der KURIER erklärt, wie man mit 37 Klamotten glücklich wird.

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Nur 37 Teile: Diese Kleidung soll reichen – wirklich?

Ja, wirklich! Wer 37 gut ausgewählte, hochwertige Basics pro Jahreszeit im Schrank hat, ist bestens ausgestattet. Auf diese Zahl kam die US-Bloggerin Caroline Rector, die Erfinderin der „Capsule Wardrobe“. Und so sieht die Garderobe im besten Fall aus:

Liste der 37 Must-Haves Teile bei der Kleidung:

  • 9 Unterteile wie Hosen, Röcke und Shorts
  • 15 Oberteile
  • 2 Kleider
  • 1 Jacke
  • 1 Mantel
  • 9 Paar Schuhe

Liste der Dinge, die nicht mitgezählt werden:

  • Socken
  • Unterwäsche
  • Sportklamotten
  • Taschen
  • Accessoires wie Ketten, Tücher oder Gürtel

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Auf welche Farben sollte man setzen, wenn man mit wenig Kleidung leben will?

Wichtig ist, dass die Basics gut aufeinander abgestimmt sind. Dabei spielen Farben natürlich eine große Rolle. Es muss nicht alles Ton in Ton sein. Die Hosen, Jacken und Taschen sind optimalerweise in dezenten Farben gehalten – braun, beige, schwarz oder grau –, so lassen sie sich mit allem kombinieren. Bei Pullovern, T-Shirts, Ketten und Co. konzentriert man sich bei der Auswahl auf zwei Aktzentfarben im Kleiderschrank – auch sie sollten untereinander kombinierbar sein. Auch ein Weißton sollte in der Farbpalette der minimalistischen Garderobe nicht fehlen.

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Wie viel Kleidung braucht Mann oder Frau eigentlich wirklich? imago/Westend61

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Wie gehe ich das Projekt minimalistischer Kleiderschrank an?

Bestandsaufnahmen: Holen Sie alles aus Ihrem Kleiderschrank heraus, sortieren Sie im ersten Schritt wie folgt: Was tragen Sie wirklich gern? Bei welchem Teil können Sie sich schon nicht mehr dran erinnern, wann Sie es zuletzt getragen haben? Verrückt: Statistisch gesehen ziehen wir 40 Prozent dessen, was wir an Klamotten besitzen, nie oder ganz selten an. Muss man solche Shirts und Hosen wirklich aufheben?

Ausmisten: Bedenken Sie bei Ihrer Auswahl, was sie behalten wollen, dass Ihre neue Garderobe in erste Linie aus Basics bestehen sollte. Und überlegen Sie: Was macht Ihre Garderobe aus? Welche Farben und Schnitte herrschen vor? Lässt sich vielleicht ein Stil ausmachen? Legen oder hängen Sie Ihre Auswahl in den – frisch geputzten – Kleiderschrank.

Aufstocken: Wer mit der „Capsule Wardrobe“ startet, hat nicht gleich nach dem Ausmisten den perfekten minimalistischen Kleiderschrank zu Hause. Wichtig beim Aufstocken: Führen Sie eine Wunschliste, kaufen Sie nicht im Affekt, sondern mit einem Plan. Achten Sie auf Qualität – wer mehr Geld ausgibt, muss meist seltener Nachkaufen.

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Was mache ich mit aussortierter Kleidung?

Wenn es beim Aussortieren nicht um den Wiederverkauf geht, muss man die Kleidung trotzdem nicht wegschmeißen. Spenden Sie ihre Kleidung – zum Beispiel an ein Obdachlosenheim in der Nähe. Gerade im Herbst und Winter sind wärmende Klamotten dort mehr als willkommen.

Auch ein Weiterverkauf ist eine Option. Geben Sie Ihre aussortierten Teile in einen An- und Verkauf, gehen Sie damit auf den Flohmarkt oder stellen Sie sie in Onlineauktionshäusern wie Ebay oder Vinted ein.

Und wenn das beides nichts für Sie ist, bleiben Sie doch eine Nummer privater: Laden Sie Ihre besten Freundinnen ein. Jeder bringt einen Koffer voll aussortierter Kleidung mit – einer anderen gefällt, was Sie vielleicht nicht mehr sehen können. Die Röhrenjeans der besten Freundin gegen Ihre klassische Bluse.

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Warum macht es überhaupt Sinn, nur wenig Kleidung zu haben?

Sie sind noch immer nicht überzeugt? Dann kommen hier drei Argumente, warum eine „Capsule Wardrobe“ auch Sie glücklich machen kann. Da wäre zum einen die Zeitersparnis, die man morgens beim Blick in den Kleiderschrank hat. Tipp: Fotografieren Sie mögliche Outfits, kleben Sie sie innen an den Kleiderschrank. Dann können Sie ganz gezielt zugreifen. Argument zwei: Es bleibt mehr Geld für anderes, wenn Sie nicht jedem Trend hinterherlaufen. Grund drei: Sie schonen Ressourcen und tun damit etwas für die Umwelt.