Wer geschickt plant, hat länger Urlaub. Foto: Andres Gutierrez/dpa

Die meisten sind genervt, wenn der Chef im Dezember mit der Frage nach Urlaubsplänen für das neue Jahr kommt. Doch wer früh plant, profitiert von jeder Menge Vorfreude auf freie Tage.

Wann soll ich Urlaub nehmen? Die Frage ist für 2021 während der Corona-Pandemie noch schwieriger zu beantworten als in anderen Jahren. Frühes Planen zahlt sich trotzdem aus.

Durch das Planen bekommt man eine grobe Struktur für das Jahr. „Das sind die Fixpunkte, auf die man sich vorbereiten kann“, sagt der Psychologe und Psychotherapeut Gerhard Blasche aus Wien. Und je konkreter ein Ziel ist, desto wahrscheinlicher sei es, dass man es auch umsetzt.

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Mehrere kürzere Urlaube im Jahr einzuplanen, sei dabei in der Regel erholsamer als einen langen. Ermüdung baut sich immer wieder auf, weshalb man wenigstens einen Teil des Urlaubs zum Beispiel für längere Wochenenden aufsparen sollte, lautet Blasches Empfehlung.

Eine Möglichkeit ist dabei, Brückentage zu nutzen. An diesen Daten sind 2021 verlängerte Erholungszeiten mit wenigen Urlaubstagen drin:

Heilige Drei Könige (Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt): Drei Bundesländer haben am 6. Januar frei. Da der Tag im Jahr 2021 auf einen Mittwoch fällt, bietet er sich für ein langes Wochenende mit nur zwei verbrauchten Urlaubstagen an. Wer vier Tage investiert, kann sich zumindest in diesen Bundesländern auf zehn freie Tage am Stück freuen, weil Neujahr (1. Januar) im Jahr 2021 ein Freitag ist.

Weltfrauentag (nur Berlin): Am 8. März ist in Berlin Feiertag, 2021 ist das ein Montag. Heißt: Wer im Anschluss vier Tage frei nimmt, hat inklusive der Wochenenden neun Tage Ruhepause.

Ostern: Ostern fällt auf das Wochenende vom 2. April (Karfreitag) bis 5. April (Ostermontag). Wer vier Urlaubstage entweder vor oder nach dem Osterwochenende einsetzt, kann - die beiden Wochenenden eingerechnet - jeweils zehn Tage Erholung am Stück genießen.

Christi Himmelfahrt: Der in vielen Regionen auch als Vatertag begangene Feiertag fällt wie immer auf einen Donnerstag, 2021 ist es der 13. Mai. Mit einem Urlaubstag am Tag darauf kommt man auf ein verlängertes Wochenende von vier Tagen Dauer. Wer vier Urlaubstage investiert, bekommt insgesamt neun Tage Entspannung dafür.

Pfingsten: Nach Christi Himmelfahrt kommt Pfingsten, der 23. und 24. Mai sind ein Sonntag und ein Montag. Wer mit Christi Himmelfahrt beginnt und zwischen dem 14. und 21. Mai sechs Tage Urlaub beantragt, hat inklusive aller drei Feiertage gleich zwölf Tage am Stück frei.

Fronleichnam (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland): Menschen in sechs Ländern im Süden und Westen Deutschlands können sich auf den 3. Juni freuen: Bei ihnen ist Fronleichnam ein Feiertag. Er fällt auf einen Donnerstag und bietet sich damit für ein verlängertes Wochenende an. Auch hier ist die Kombination mit Pfingsten möglich, so dass sich mit 8 Urlaubstagen insgesamt 16 freie Tage am Stück ergeben.

Allerheiligen (Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Saarland): Dieser regionale Feiertag am 1. November ist 2021 ein Montag. Das verlängerte Wochenende lässt sich mit vier Urlaubstagen zu neun freien Tagen am Stück ausbauen.

Weihnachten: Der Heiligabend (24. Dezember) ist 2021 ein Freitag. Beide Weihnachtsfeiertage fallen also - für Arbeitnehmer unfreundlich - auf Samstag und Sonntag. Wer jedoch an Heiligabend und an Silvester (31. Dezember) nicht arbeiten muss, kann sich mit dem Einsatz von vier Urlaubstagen, die vom 27. bis 30. Dezember genommen werden, zehn freie Tage am Stück verschaffen, die bis ins Jahr 2022 hineinreichen.

Schlecht sieht es mit den übrigen Feiertagen aus. Zwei bundesweite Feiertage fallen 2021 auf ein Wochenende: der Tag der Arbeit (1. Mai) auf einen Samstag und der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) auf einen Sonntag. Auch weitere regionale Feiertage wie Maria Himmelfahrt (15. August) und der Reformationstag (31. Oktober) liegen für Arbeitnehmer recht ungünstig: Beide fallen 2021 auf einen Sonntag.

Und das gilt für Berlin

Es hilft ja nichts.  Auch wenn die Wahrheit bitter ist. Durch diese Nachricht müssen Sie jetzt durch: Von den insgesamt zwölf Feiertagen, die es 2021 in Berlin gibt, fallen sechs aufs Wochenende. Was für Arbeitnehmer wie blanker Hohn klingt, bietet in der Tat nur bedingt Anlass zur Freude. Wer aber das Beste draus machen will, schaut auf die anderen sechs Feiertage. Und nutzt diese zusammen mit 22 Urlaubstagen für satte 43 Tage frei.

Los geht’s im März mit dem Frauentag am 8. Ja, Berlin hat diesen Tag als einziges deutsches Bundesland zum offiziellen Feiertag ernannt. Damit haben Arbeitnehmer an diesem Montag frei. Wer von seinem Kontingent vier Tage dazunimmt, ist neun Tage raus. Klingt verlockend?

16 Tage frei mit nur acht Urlaubstagen

Es wird noch besser. Wer danach nur vierzehn Tage den Bürostuhl drückt, die Osterferien mit seinen Kindern (oder ohne sie) zum Verreisen nutzen möchte, macht für acht Urlaubstage 16 Tage am Stück frei – Karfreitag und Ostermontag machen es möglich.

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Ab in den Mai – auch hier bieten sich zwei Wochen besonders zum Urlaubmachen an. Über Christi Himmelfahrt (Donnerstag, der 13.5.2021) kommt man mit vier Urlaubstagen auf neun freie Tage am Stück. Alternative: Pfingstmontag (24.5.2021) nutzen – auch hier werden aus vier Urlaubstagen neun freie Tage.

Blöd ist allerdings, dass in der zweiten Jahreshälfte kein einziger Feiertag für Arbeitnehmer eine Zusatzerholung bietet. Der Tag der Deutschen Einheit (3.10.2021) fällt auf einen Sonntag. Über Weihnachten reden wir am besten gar nicht erst.