Achtung Phishing: Betrüger versuchen derzeit, Nutzerinnen und Nutzer auf gefälschte PayPal-Seiten zu locken, um dort Log-in- und Kreditkartendaten zu stehlen.
Achtung Phishing: Betrüger versuchen derzeit, Nutzerinnen und Nutzer auf gefälschte PayPal-Seiten zu locken, um dort Log-in- und Kreditkartendaten zu stehlen. Catherine Waibel/dpa

Diese Form der Abzocke im Internet ist völlig neu – und wirklich raffiniert. Denn selbst, wer noch so vorsichtig surft, ist vor diesem dreisten Betrug nicht gefeit. Denn was hier nach einer echten Mail von PayPal aussieht – und der Online-Zahlungsdienst wird allein in Deutschland immerhin von 29,1 Millionen aktiven Kunden genutzt – ist in Wirklichkeit Fake. Wir zeigen, wie Sie sich schützen können.

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„So einen Fall haben wir bisher selten gehabt: Hier wurde offenbar eine echte E-Mail von PayPal kopiert und mit anderen Links versehen“, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westphalen.

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Der Trick: Die Mail, die nur vermeintlich im Namen von PayPal kommt, sieht täuschend echt aus. Denn wer ein PayPal-Konto hat, weiß: Er erhält nach der Zahlung immer eine Bestätigungsnachricht per E-Mail.

Das Problem: In den neusten Betrugs-Fällen stammt die E-Mail nicht von einer Adresse der Domain paypal.de oder paypal.com, sondern von verschiedenen anderen, die augenscheinlich überhaupt nichts mit PayPal zu tun haben.

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Betrug mit PayPal-Mails – wann sollten die Alarmglocken läuten?

„Über dem blauen P-Logo steht bei echten PayPal-Mails eine persönliche Anrede. Bei diesen Phishing-Mails steht dort die Empfänger-Mail-Adresse. Transaktionscode und Rechnungsnummer sind bei allen uns vorliegenden E-Mails gleich“, heißt es bei der Verbraucherzentrale. Eine nicht-vorhandene persönliche Anrede sollte also schon mal die Alarmglocken läuten lassen.

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Sieht täuschend echt aus: Eine Betrugs-Mail, die nur vermeintlich von PayPal kommt.
Sieht täuschend echt aus: Eine Betrugs-Mail, die nur vermeintlich von PayPal kommt. Verbraucherzentrale NRW

Welche Masche steht hinter dem Betrug mit PayPal?

In den vorliegenden Fällen soll der angegebene Link zum Händler angeblich auf eine Netflix-Seite führen. Tut er aber nicht.

Deshalb ist Vorsicht geboten: Halten Sie den Mauszeiger drauf, ohne den Link anzuklicken. Dann wird eine völlig andere Internetadresse angezeigt, auf die Sie mit einem Klick gelangen würden. Sie zeigt dann eine gefälschte PayPal-Seite, auf der Sie sich einloggen sollen. Wer das tut, verrät seine Login-Daten an die Kriminellen, die dann auf das PayPal-Konto zugreifen können.

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Wie erkennen Sie den Betrug und die Fake-Mail, die nicht wirklich von PayPal kommt?

Egal wie echt E-Mails aussehen – kommen sie unerwartet, sollte man skeptisch sein! Die Verbraucherzentrale rät, immer folgende Punkte abzuchecken:

Passt der Absender? Achten Sie dabei nicht nur auf den angezeigten Namen, sondern gucken Sie nach der E-Mail-Adresse, von der die Nachricht stammt.

Führen die Links auf die angegebenen Seiten? Jeder beliebige Text kann mit Links versehen werden. Das, was als Link in einem Text angezeigt wird, muss nicht das wirkliche Ziel sein. Halten Sie den Mauszeiger auf den Link, ohne ihn anzuklicken. Ihr Mail-Programm zeigt dann oben oder unten im Fenster bzw. direkt am Mauszeiger das tatsächliche Link-Ziel.

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Was kann man tun, wenn man sich nicht sicher ist, ob es sich um eine Betrugs-Mail von PayPal handelt?

Wer unsicher ist, ob eine E-Mail von PayPal oder Betrügern stammt, kann ganz leicht auf Nummer sicher gehen. Öffnen Sie dazu die Internetseite im Browser oder nutzen Sie die App!

Der sicherste Weg ist, keinen Link in einer unerwarteten E-Mail anzuklicken, sondern in einem Browser die Seite des jeweiligen Online-Dienstes zu öffnen, von dem die E-Mail vermeintlich kommt. In diesem Fall tippen Sie also www.paypal.de in die Adresszeile des Browsers ein und melden sich dort in Ihrem Konto an. Auch das Einloggen in der App ist eine gute Option.

Sehen Sie auf diesem Weg unbekannte Kontobewegungen, können Sie diese von dort aus mit dem Anbieter klären. Sehen Sie keine, wissen Sie, dass die E-Mail ein Betrugsversuch sein muss.